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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

21.01.2008

Herkunftsbestimmung bei Pistazien


In einem Untersuchungsprogramm wurden im Lebensmittelinstitut Oldenburg bei zwei Pistazienproben falsche Herkunftsangaben festgestellt. Mit Hilfe der Stabilisotopenanalyse ist es möglich, die Herkünfte Iran, USA und Türkei zu unterscheiden.

Pistazien werden als Zutaten zu zusammengesetzten Lebensmitteln (z. B. Mortadella, Speiseeis, Süßwaren, Käse) verwendet oder -geröstet und gesalzen- als Knabberei verkauft. Hauptanbaugebiete sind der Iran, die Türkei und die USA. Nach Angaben des Warenvereins der Hamburger Börse werden in Deutschland jährlich ca. 21000 Tonnen Pistazien eingeführt. Etwa 2/3 der Menge wird reexportiert.

Pistazien können erhebliche Gehalte an Aflatoxinen aufweisen. Aflatoxine sind gefährliche Gifte (Mykotoxine), die von Schimmelpilzen erzeugt werden. Insbesondere Pistazien aus dem Iran und der Türkei fallen immer wieder durch sehr hohe Aflatoxingehalte auf. Der Import von iranischen und türkischen Pistazien unterliegt daher besonderen Vorschriften. Für den Import vorgesehene Partien müssen vor der Einfuhr beprobt und auf Aflatoxine untersucht werden. Die Kosten trägt der Importeur. Belastete Ware wird zurückgewiesen. Um verhindern zu können, dass Ware umdeklariert (mit falscher Herkunftsangabe) ohne die vorgeschriebenen Untersuchungen importiert wird, war es mit der Einführung der Importbeschränkungen notwendig, eine Methode zu finden, die es erlaubt, die Herkunft von Pistazien bestimmen zu können. Solch eine Methode steht seit dem Jahr 2006 zur Verfügung. Sie wurde im Rahmen einer Dissertation an der Technischen Universität Berlin erarbeitet. Das Untersuchungsprogramm sollte den aktuellen Status der Pistazienqualität überprüfen.

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit




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