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29.07.2008

Sartorius investiert am Standort Göttingen über 1,8 Millionen Euro in den Umweltschutz


Der Sartorius Konzern tätigt in diesem Jahr am Standort Göttingen hohe Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz. Bereits vor einigen Wochen hat das Unternehmen auf seinem "Werk 2001" im Industriegebiet Grone ein rund 550.000 Euro teures Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen, das Strom und Wärme für den eigenen Bedarf produziert. Die Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die effiziente Form der Energiegewinnung verringert sich die CO2-Belastung um 2.500 Tonnen pro Jahr. Inzwischen gibt es ein weiteres Großprojekt für den Umweltschutz: Seit Februar dieses Jahres wird ebenfalls auf dem Gelände vom Werk 2001 ein rund 20 Meter hohes Spezialgebäude errichtet, das ausschließlich für das Recycling von Lösemitteln aus der Biotechnologie-Produktion konzipiert ist. Allein der Anteil in Gebäude und Verfahrenstechnik beträgt 1,2 Millionen Euro. Die Anlage soll im Herbst in Betrieb gehen.

"Sartorius betreibt seit Jahrzehnten ein aktives betriebliches Umweltmanagement, das deutlich über die bloße Befolgung gesetzlicher Vorschriften hinaus geht", sagt Sartorius Standortverantwortlicher Manfred Werner. "Investitionen in die Umwelt sind Investitionen in die Zukunft." Sartorius habe bereits zahlreiche energiesparende und umweltschonende Maßnahmen umgesetzt. So habe das Unternehmen die Energieeffizienz der Produktion durch optimierte Steuerungs-programme erheblich steigern können. Das neue Blockheizkraftwerk und die Lösemittelaufbereitungsanlage seien weitere wichtige Bausteine, um den Energieverbrauch und die Umweltbelastungen zu verringern.

Aufbereitungsanlage schont die Umwelt

Das Lösemittel-Recycling wird bei Sartorius schon seit vielen Jahren praktiziert. Bislang wurden die Lösemittel aus der Membranproduktion jedoch zu einer auswärtigen Spezialfirma transportiert und dort wiederaufbereitet. Mit dem Neubau können die Lösemittel - bei ihnen handelt es sich überwiegend um Alkohole - nun direkt auf dem Werksgelände in Göttingen recycelt und direkt in den Produktionsprozess rückgeführt werden. Da die Lösemittel in der neuen Anlage fast vollständig wieder verwendet werden können, ist ein Zukauf frischer Lösemittel nahezu nicht mehr notwendig. Darüber hinaus wird in einem gesonderten Prozess auch das bei der Membranproduktion anfallende Spülwasser aufbereitet. "Wir gewinnen somit nicht nur die Lösemittel zurück, sondern entfernen auch Restalkohole aus dem Spülwasser, so dass wir diese ebenso wieder verwenden können", so Projektleiter Andreas Mönning, Diplomingenieur bei Sartorius. Ein weiterer Nebeneffekt: Der Wegfall der Transporte hat sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. Zum einen werden die Umweltbelastungen reduziert und die Energieressourcen geschont, zum anderen kann Sartorius damit Transportkosten verringern.

Der Neubau mit der mehrstufigen Aufarbeitungsanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten der Sartorius Stedim Biotech. Bei der Wiederaufbereitung der Lösemittel kommen modernste Umwelt-, Steuerungs- und Verfahrenstechniken zum Einsatz. Das Verfahren ist so konzipiert, dass keinerlei Fremdkontamination stattfinden kann; die gesamte Rückgewinnung läuft über geschlossene Systeme. Zunächst werden die Lösemittel durch thermische Energie unter Vakuum zum Sieden gebracht, dann abdestilliert und wieder der Membranproduktion zugeführt.

Die Anlage, die von einer externen Spezialfirma im Auftrag der Sartorius Stedim Biotech betrieben wird, ist auf weiteres Wachstum hin ausgelegt: Bei einer Erweiterung der Produktion kann die Recyclinganlage noch um ein weiteres Aufbereitungssystem ergänzt werden.

Quelle: Sartorius AG




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