Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

24.07.2008

Etablierung analytischer Methoden zur Bestimmung von Methylquecksilber in Fischereierzeugnissen


Dasjenige Quecksilber, welches die in die aquatische Nahrungskette eingebundenen Organismen bei der Deckung ihres Bedarfes an essentiellen Spurenstoffen mit aufnehmen, wird bereits auf niedrigen trofischen Stufen durch Biomethylierung "entschärft". Die so verminderte Toxizität verkehrt sich allerdings in den höheren trofischen Stufen in ihr Gegenteil. In den meisten Konsumenten von Fischen, der Mensch eingeschlossen, entwickelt methyliertes Quecksilber eine weitaus höhere Toxizität als das rein anorganische Quecksilber.

Glücklicherweise sind aber diese überwiegend natürlich zustande gekommenen Quecksilbergehalte in Fischen der Weltmeere, die der menschlichen Ernährung dienen, von wenigen Ausnahmen abgesehen so niedrig, dass von ihnen kein gesundheitliches Risiko ausgeht. Allerdings bleibt festzustellen, dass besonders exponierte, trofisch hochstehende, langsam abwachsende, ein hohes Lebensalter erreichende Arten wie bestimmte Haie, Schwertfisch oder weißer Heilbutt auch bereits unter "natürlichen" Bedingungen relativ hohe Quecksilbergehalte enthalten können.

Die Forschungsvorhaben "Exposition mit Methylquecksilber durch Fischverzehr" (Forschungskennzahl 705 61 416) mit einer Laufzeit vom 1.8.2005 bis 30.6.2007 und "Etablierung analytischer Methoden zur Bestimmung von Methylquecksilber in Fischereierzeugnissen" (Forschungskennzahl UM 07 61 641) mit einer Laufzeit vom 1.7.2007 bis 31.12.2007 wurden aus dem Umweltforschungsplan des Bundesumweltministeriums gefördert. Beide Vorhaben wurden vom Institut für Fischkunde in Cuxhaven des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit durchgeführt und fachlich vom Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, betreut.

—> weitere Informationen

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: