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21.07.2008

Laser Institute of America zeichnet Professor Eckhard Beyer aus


Das Laser Institute of America (LIA) hat den höchsten Preis im Bereich der Lasertechnik, den Arthur L. Schawlow Award, in diesem Jahr Herrn Professor Eckhard Beyer, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden und Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden, zuerkannt. Mit dem Schawlow Award werden die Verdienste von Persönlichkeiten gewürdigt, die einen herausragenden Beitrag zur Anwendung von Lasern in Wissenschaft, Industrie oder Bildung geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Professor Arthur L. Schawlow, der 1981 für seinen Beitrag zur Entwicklung der Laser-Spektroskopie den Nobelpreis für Physik erhielt.

Prof. Beyer arbeitete nach Physikstudium und Promotion an der TH Darmstadt zunächst 12 Jahre am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen. Dort entwickelte er zum Beispiel das Prinzip der rotierenden Hohlnadel, welches heute weltweit zur Bestimmung der Eigenschaften eines Laserstrahles eingesetzt wird. Zahlreiche bedeutende Patente ranken sich um unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Prozesskontrolle beim Laserstrahlschneiden und -schweißen. 1994 präsentierte Prof. Beyer den ersten Hybridschweißprozess zum Tiefschweißen. Heute gilt er als anerkannte Autorität auf diesem Gebiet.

Im Jahr 1997 wurde Prof. Beyer zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Institut zu einem international bekannten und renommierten Forschungsstandort für Laser- und Oberflächentechnik. Hervorzuheben sind die zahlreichen in die industrielle Fertigung überführten Lasertechnologien und Komponenten, z.B. das Laserstrahlschweißen von PKW-Antriebskomponenten, das Remote-Schneiden von Airbagmaterial und Metallfolien sowie das Laserstrahlhärten und -auftragschweißen.

Seit 2003 ist Prof. Beyer zusätzlich zu seiner Tätigkeit für das Fraunhofer IWS Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden. Auf diese Weise bringt er neueste Erkenntnisse aus der Forschung direkt in die Ausbildung der Studenten ein. In Form von Praktika und Studienarbeiten können die Studenten direkt in den Forschungsprojekten des IWS mitarbeiten.

Prof. Beyer kann auf eine mehr als 20 jährige Forschungs- und Lehrtätigkeit im Bereich der Lasertechnik zurückblicken. Er wirkte als Präsident des Laser Institute of America LIA und organisierte und leitete zahlreiche internationale Veranstaltungen zur Lasertechnik und Anwendung. Als Vorsitzender des Fraunhofer-Verbundes Oberflächentechnik und Photonik VOP koordiniert er die Aktivitäten der Fraunhofer-Institute im Laser- und Oberflächenbereich.

Die seit 1982 jährlich vergebene Auszeichnung kommt damit nun zum dritten Mal nach Deutschland. 2000 ging die Auszeichnung an Theodor W. Hänsch und 2004 an Prof. Helmut Hügel. Im Rahmen des International Congress on Applications of Lasers & Electro-Optics (ICALEO®) in Temecula, CA, USA wird Prof. Beyer am 22. Okt. 2008 die hochrangige Auszeichnung entgegennehmen.

Quelle: idw/Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS)




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