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15.07.2008

Das PDF-Format wird ISO-Standard


Das heutzutage zweifellos meistverwendete Format für elektronische Dokumente, das transportable Dokumentenformat PDF (Portable Document Format), steht jetzt als offener Standard mit der Bezeichnung ISO 32000-1 zur Verfügung. Die Firma Adobe Systems Incorporated, die das Format entwickelt hat und die Eigentumsrechte daran besitzt, hat sich dazu entschieden, der International Organization for Standardization (ISO) die Kontrolle zu übertragen. Damit obliegt der ISO jetzt die Veröffentlichung der Spezifikationen für die aktuelle Version (1.7), die Aktualisierung und die Weiterentwicklung des Formats.

"Durch die Freigabe der kompletten PDF-Spezifikation zur ISO-Normung bekennen wir uns nachdrücklich zur Offenheit", sagt Kevin Lynch, Technischer Direktor bei Adobe. "Da Regierungsstellen und Organisationen zunehmend offene Formate verlangen, trägt die Verwaltung und Pflege der PDF-Spezifikation durch eine externe partizipatorische Organisation dazu bei, Innovationen voranzutreiben und das reichhaltige PDF-Ökosystem, das sich im Laufe der letzten 15 Jahre entwickelt hat, weiter auszubauen."

PDF ist ein zur Darstellung elektronischer Dokumente verwendetes digitales Format. Es ermöglicht den Nutzern, unabhängig von der Umgebung, in der Dokumente erstellt, gelesen und ausgedruckt werden, diese unter Wahrung des Erscheinungsbildes und des Inhaltes auf einfache und verlässliche Weise auszutauschen und darzustellen.

Mit der rasanten Entwicklung des Internets hat sich das PDF-Format zum meistgenutzten Dateiformat für den Dokumentenaustausch entwickelt und wird sowohl für professionelle wie auch private Zwecke genutzt. Das Format ermöglicht

  • die Wahrung der Dateiintegrität unabhängig von Gerät oder Plattform
  • die Zusammenführung von Inhalten aus verschiedenen Quellen
  • die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten mittels mehrerer Plattformen
  • digitale Signaturen, die der Authentifizierung dienen
  • Sicherungsmechanismen zur Wahrung der Kontrolle über die Inhalte
  • Anwendern mit Behinderungen den barrierefreien Zugriff auf die Inhalte
  • die Wiederverwendung (auch auszugsweise) von Inhalten zur Verwendung mit anderen Dateiformaten, und
  • die Erfassung von Daten und Einbindung in Betriebssysteme unter Verwendung von PDF-Formularen.

Durch Umstellung ihrer Papierdokumentation auf elektronische Dokumentation nutzen große Unternehmen, Regierungsstellen und Bildungseinrichtungen das PDF-Format zur Rationalisierung ihrer Arbeitsabläufe. Mehr als 2 000 PDF-Produktentwickler nutzen diesen Standard für ihre Produkte und Milliarden von PDF-Dateien existieren bereits.

ISO-Generalsekretär Alan Bryden merkt dazu an: "Mit einer ISO-Norm können wir sicherstellen, dass dieses nützliche und äußerst beliebte Format allen interessierten Kreisen frei zugänglich ist. Durch Förderung der Verbreitung einer gemeinsamen, systemübergreifenden Technologie, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist, dient die Norm gleichermaßen den Software-Entwicklern und den Anwendern."

Die neue Norm ISO 32000-1 Document management - Portable document format - Part 1: PDF 1.7, basiert auf der PDF-Version 1.7, die von Adobe entwickelt wurde. Diese Internationale Norm liefert Software-Entwicklern die notwendigen Informationen, die sie für die Entwicklung von Software zur Erstellung von PDF-Dateien, zum Lesen vorhandener PDF-Dateien und zur Interpretation der Inhalte für Darstellung and Interaktion sowie von PDF-Produkten, die für eine Reihe von anderen Verwendungszwecken PDF-Dateien lesen und/oder schreiben, benötigen.

Quelle: Deutsches Institut für Normung (DIN)




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