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14.07.2008

BASF-Chemiker erhält Siegfried Medal 2008 für neues Herstellverfahren chiraler Zwischenprodukte


Professor Dr. Klaus Ditrich, Mitarbeiter der biokatalytischen Forschung der BASF, wird mit der "Siegfried Medaille für zukunftsweisende Arbeiten in der Prozesschemie" ausgezeichnet.

Das Schweizer Unternehmen Siegfried Ltd, Zofingen, verleiht den renommierten Preis in Zusammenarbeit mit dem Institut für organische Chemie der Universität Zürich alle zwei Jahre. Zu der international zusammengesetzten Jury, geleitet von Professor Jay Siegel, Universität Zürich, Dr. Hans-Rudolf Marti, Siegfried Ltd, gehören Vertreter aus Industrie und Wissenschaft aus Europa, den USA und Asien, dabei auch der Nobelpreisträger Professor Ryoji Noyori, Japan. Die Verleihung des mit 10.000 Schweizer Franken dotierten Preises findet am 4. September 2008 im Rahmen des Siegfried-Symposiums in Zürich statt.

Realisierbare Herstellverfahren chiraler Zwischenprodukte

Ausgezeichnet werden die Arbeiten von Ditrichs Forschungsteam zur Entwicklung technisch realisierbarer Produktionsverfahren für optisch aktive Amine, Alkohole und Carbonsäuren. Diese chiralen Zwischenprodukte, die die BASF unter dem Handelsnamen ChiPros® vermarktet, nutzen Kunden des Unternehmens als Schlüsselbausteine bei der Synthese von Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel und Pharmazeutika. Ditrich war insbesondere an der Entwicklung eines Prozesses zur industriellen Herstellung von optisch aktiven Aminen beteiligt. Schlüsselschritt ist die Nutzung einer enzymkatalysierten Reaktion, die die hocheffiziente Trennung der beiden im Ausgangsmaterial vorliegenden Enantiomere ermöglicht.

Enantiomere heißen die beiden in chiralen Molekülen vorliegenden Molekül-Typen. Sie ähneln sich wie eine linke und rechte Hand (griechisch "cheir") und verhalten sich wie Bild und Spiegelbild, sind aber nicht deckungsgleich. Ein kleiner Unterschied, der aber große Bedeutung auf die daraus hergestellten Wirkstoffe hat: Nur einer der beiden Molekül-Typen zeigt die gewünschte Wirkung im fertigen Produkt. Chirale Moleküle spielen heute für die Herstellung von Pharmazeutika und Pflanzenschutzmitteln eine wesentliche Rolle.

BASF: wachsendes Portfolio an chiralen Zwischenprodukten

Die BASF bietet ihren Kunden ein breites, stetig wachsendes Portfolio an chiralen Aminen, beta-Aminosäuren, Aminoalkoholen, aromatischen und aliphatischen alpha-Hydroxysäuren, Alkoholen sowie Epoxiden. Auf Grund langjähriger Erfahrung auf diesem Arbeitsgebiet kann das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden auf der ganzen Welt schnell und gezielt neue chirale Zwischenprodukte entwickeln und produzieren. Möglich sind Lieferumfänge vom Labormaßstab bis hin zu großtechnischen Mengen. Das Unternehmen betreibt derzeit an seinen Standorten Ludwigshafen (Deutschland) und Geismar (USA) drei Produktionsanlagen für ChiPros mit einer Gesamtkapazität von über 4.000 Tonnen pro Jahr.

Quelle: idw/BASF SE




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