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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

24.06.2008

Studie zum Fachkräftemangel: Instrumente der Personalgewinnung


Der in Deutschland herrschende Fachkräftemangel entwickelt sich zunehmend zur zentralen Herausforderung für Unternehmen. Dies bestätigt die aktuelle Studie des Fraunhofer IAO, die Strategien und Instrumente zur Personalgewinnung im Umfeld technischer Unternehmen untersucht.

Der zunehmende Mangel an qualifizierten Fachkräften entwickelt sich für Deutschland zu einer ernsthaften Wachstums- und Innovationsbremse. Allein 2008 fehlen in Deutschland ca. 95 000 Ingenieure, so schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Das gekippte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage prägt vor allem das Segment der hoch qualifizierten technischen Tätigkeiten, in dem es heute mehr Jobs als Kandidaten gibt. Für die Unternehmen ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, ihre Personalgewinnungsstrategien zu überdenken.

Vor diesem Hintergrund haben Forscher des Fraunhofer IAO in einer aktuellen Studie untersucht, welche Instrumente und Vorgehensweisen in technisch orientierten Unternehmen zur Personalgewinnung eingesetzt werden und wie erfolgreich diese aus Sicht der Unternehmensvertreter sind. In einem zweistufigen Untersuchungsdesign wurden zunächst Experteninterviews geführt, deren Ergebnisse Grundlage der anschließenden schriftlichen Befragung von Personalverantwortlichen war. Die überdurchschnittlich gute Rücklaufquote von knapp 20 Prozent (243 aus einer Stichprobe von 1300) kann als Beleg für die Brisanz der Thematik im Alltag der Unternehmensvertreter gewertet werden.

Diese Vermutung untermauern auch die Studienergebnisse, die den Mangel an Fachkräften, allen voran an Ingenieuren und Technikern, bestätigen. Die dauerhafte personelle Unterbesetzung führt nach Einschätzung der Befragten zu einer Überlastung des bestehenden Personals und infolge dessen zu Problemen bei der Leistungsqualität und Auftragsbearbeitung.

Was den Einsatz und die Bewertung von Rekrutierungsmaßnahmen anbelangt, zeigt die Untersuchung, dass die eingesetzten Instrumente nicht zwingend die am Erfolg versprechendsten sind. Grundsätzlich bewerten die Befragten Instrumente, die auf eine persönliche Ansprache und Kommunikation zwischen Unternehmen und Bewerbern abzielen, als besonders Erfolg versprechend. Auch die Tatsache, dass die Human-Ressource-Bereiche über mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen klagen, deutet darauf hin, dass das Potenzial einer systematischen Personalgewinnung oftmals nicht ausgeschöpft wird.

Quelle: idw/Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)




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