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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.06.2008

Schnellverfahren zum quantitativen und qualitativen Nachweis von Bakterien entwickelt


Im Institut für angewandte Nano- und optische Technologien (iNano) der Hochschule Niederrhein hat der Biologe Dr. Peter Klauth ein Schnellverfahren zum quantitativen und qualitativen Nachweis von Bakterien entwickelt, dem ein großer Markterfolg vorausgesagt werden kann. Zusammen mit dem inzwischen pensionierten Lebensmittelchemiker Professor Dr. Manfred Rietz aus dem Fachbereich Oecotrophologie und dem iNano-Institutsdirektor Prof. Dr. Jürgen Büddefeld meldete er die Entwicklung zum Patent an und steht kurz vor der Gründung des eigenen Unternehmens. Für den Geschäftsplan wurde das Team "InBio" jetzt in Essen beim bundesweit ersten und einzigen Businessplan-Wettbewerb in der Medizinwirtschaft mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 30.000 Euro ausgezeichnet. An dem vom Land NRW und der EU geförderten Wettbewerb nahmen 99 angehende Unternehmensgründer mit 58 Teams teil.

Hochtechnologie aus dem Medizin- und Hygienebereich verpacken die Unternehmensgründer aus Mönchengladbach und Krefeld so, dass die Bedienung leicht fällt und auch Laien die Anwendung nicht scheuen. Das bringt eine hohe Zeit- und Kostenersparnis mit sich und verheißt Markterfolg und zukunftsweisende neue Arbeitsplätze, so das Urteil der Jury.

Lebensmittel wie Eiskugeln, Mettbrötchen oder Grillwürstchen können dank ihrer Entwicklung einfach und schnell auf unerwünschten Bakterienbefall hin untersucht werden. Aus Gründen des Patentschutzes gehen die Forscher nicht ins Detail, verraten aber immerhin, dass es ihnen gelungen ist, Bakterien auf innovative Art farbig zu markieren und sie von Lebensmittelfarbstoffen - etwa im Eis - unterscheidbar zu machen. Werden sie kurz mit Licht angeblitzt, leuchten sie kräftig nach und können so sicher erkannt werden. Durch mehr Kontrollen, die der Lebensmittelproduzent nun selbst vor der Auslieferung seiner Ware durchführen kann, wird auch das Eisschlecken künftig unbeschwerter.

Quelle: idw/Hochschule Niederrhein




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