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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

21.05.2008

Die Nase - ein hochsensibles Messinstrument


Geruchsstoffe in der Außenluft lassen sich nicht mit den für Luftschadstoffe bekannten chemisch-physikalischen Messmethoden erfassen. Deshalb sind zur Bestimmung von Geruchsstoffimmissionen besondere Untersuchungsmethoden erforderlich. Die menschliche Nase ist hierbei ein gängiges "Messinstrument".

Der Richtlinienentwurf VDI 3940 Blatt 3 ist eine Anleitung zur Messung von Geruchsintensität und hedonischer Geruchswirkung in der Außenluft. Die dargestellte Methode ist als Zusatzuntersuchung, beispielsweise im Rahmen von Rastermessungen nach VDI 3940 Blatt 1, ohne wesentlichen zeitlichen oder materiellen Mehraufwand durchführbar.

Um verwertbare Ergebnisse zu erlangen, stellt der Richtlinienentwurf festgelegte Anforderungen an die Prüfer, die Messplanung und die praktische Durchführung der Messung vor Ort. Die Bestimmung der Geruchsintensität erfolgt anhand einer siebenstufigen Skala, die von "sehr schwach" bis "extrem stark" reicht. Bei der hedonischen Geruchswirkung wird der Geruch auf einer neunstufigen Empfindungsskala von "äußerst unangenehm" bis "äußerst angenehm" beurteilt. Berechnungsbeispiele geben Hilfestellung bei der mathematischen Auswertung und Interpretation der Messergebnisse.

Die Bestimmung der Geruchsintensität und der Hedonik kann beispielsweise Anhaltspunkte für die Planung und Prüfung der Wirksamkeit von Emissionsminderungsmaßnahmen liefern oder im Zuge eines Genehmigungsverfahrens zur Ermittlung der Genehmigungsvoraussetzungen herangezogen werden.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3940 Blatt 3 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab Juni 2008 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Die Einspruchsfrist endet am 30.09.2008.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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