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15.05.2008

Röntgenpreis für neuartige Methoden der Bildgebung verliehen


Der mit 5.000 Euro dotierte Röntgenpreis der Universität Würzburg geht in diesem Jahr an den Privatdozenten Dr. Sebastian Schlücker (35) vom Institut für Physikalische Chemie. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung beim Stiftungsfest der Hochschule am 9. Mai 2008 in der Würzburger Neubaukirche.

Der Chemiker erhält den Röntgenpreis für seine schon jetzt beachtlichen Leistungen. Schlücker und sein Team entwickeln mit Hilfe spezieller Lasertechniken neuartige Methoden der Bildgebung, die unter anderem für die medizinische Diagnostik interessant sind: Mit ihnen lassen sich nämlich Gewebeproben und Körperflüssigkeiten auf mehrere Krankheiten gleichzeitig untersuchen.

Im Alter von erst 35 Jahren kann Schlücker bereits die stolze Zahl von 36 Publikationen vorweisen, wie Universitätspräsident Axel Haase in der Laudatio sagte. Auch wurde der junge Wissenschaftler schon mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2007 mit dem ADUC-Preis für Habilitanden, vergeben von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren für Chemie, und 2008 mit dem Bunsen-Kirchhoff-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Im September 2007 wurde Schlücker in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Damit werden exzellente junge Wissenschaftler gefördert, die sich bereits für die Laufbahn als Hochschullehrer qualifiziert haben. Der Röntgenpreisträger leitet außerdem ein Teilprojekt im Würzburger Sonderforschungsbereich 630, der sich mit Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten befasst.

Über die Universität Würzburg hat Schlücker bereits zwei Patentschriften eingereicht. Mit seinen Mitarbeitern Bernd Küstner und Max Schütz treibt er zudem eine Unternehmensausgründung im Bereich der biomedizinischen Diagnostik voran. Für dieses Projekt wurde er im Businessplan-Wettbewerb Nordbayern mehrfach ausgezeichnet; unter anderem belegte sein Team Raman BioMed beim Hochschul-Gründer-Preis 2008 den zweiten Platz.

Quelle: idw/Universität Würzburg




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