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13.05.2008

Optische Technologien: Fachkräftemangel ist wichtigste Herausforderung der Zukunft


Der Fachkräftemangel in Deutschland ist für die Unternehmen der Optischen Technologien die wichtigste Herausforderung in den nächsten Jahren. "Für das weitere Wachstum der Branche wird in Zukunft Personal mit entsprechender Qualifikation benötigt", unterstrich der Geschäftsführer des Industrieverbands SPECTARIS, Sven Behrens, anlässlich des "International Laser Technology Congress" in Aachen.

Die Optischen Technologien zählen zu den wichtigsten Wachstums- und Zukunftsbranchen der deutschen Wirtschaft. Die rund 1.000 Unternehmen in Deutschland steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf 22 Milliarden Euro. Im Inland gab es ein Plus um 15 Prozent auf sieben Milliarden Euro. Mit 15 Milliarden Euro und einer Steigerung um zwölf Prozent wurden zwei Drittel der Erlöse im Ausland erzielt. Wichtigster internationaler Absatzmarkt bleibt dabei die Europäische Union mit rund 55 Prozent aller Exporte. Den größten Zuwachs erzielte die Branche in China. Hier legten die Ausfuhren um 46 Prozent zu, auch wenn der Anteil Chinas am deutschen Gesamtexport mit drei Prozent noch gering ist. Auch die Ausfuhren in die USA konnten trotz Dollarschwäche um 15 Prozent gesteigert werden. Das große Innovationspotenzial der Unternehmen belegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Gemessen am Umsatz betrug diese Quote rund zehn Prozent.

Die Optischen Technologien sind gleichzeitig ein Job-Motor: Im vergangenen Jahr stiegt die Mitarbeiterzahl in der Branche um 7 Prozent auf 114.000 an. "Als Basis für die Entwicklung und Herstellung der Produkte zahlreicher anderer Industrien beeinflussen die Optischen Technologien indirekt bis zu 15 % der rund 5,8 Millionen Arbeitsplätze des verarbeitenden Gewerbes", unterstrich Behrens die besondere Rolle der Branche und ihren Querschnittstechnologien.

Das Wachstum wird sich nach SPECTARIS-Prognose fortsetzen. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzplus von neun Prozent erwartet, die Zahl der Beschäftigten dürfte um mindestens drei Prozent steigen.

In diesem Zusammenhang befürchten die Unternehmen jedoch ein massives Problem. Für 64 Prozent der SPECTARIS-Mitglieder ist der Fachkräftemangel die wichtigste Herausforderung in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Nach Ansicht von SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens müsse dazu die Technikbegeisterung sowie die Aus- und Weiterbildung in Deutschland gefördert werden. Um der demographischen Entwicklung zu begegnen, sollte ältere Fachkräfte stärker eingebunden und die Zuwanderungsbedingungen für ausländische Mitarbeiter erleichtert werden. Außerdem müssten weibliche Fachkräfte durch verbesserte Rahmenbedingungen unterstützt werden.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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