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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

06.05.2008

Ergebnisse der 2. Sitzung der Ad-hoc-Arbeitsgruppe PAK der Vorläufigen Kunststoffkommission des BfR


Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe PAK (Polycylische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde 2006 im Rahmen der Vorläufigen Kunststoffkommission gebildet. Mit der Bildung dieser Arbeitsgruppe reagierte das BfR auf die 2005 durch Stiftung Warentest nachgewiesenen hohen Gehalte von PAK in verbrauchernahen Produkten, die damals große Besorgnis erregten. Die Arbeitsgruppe vereint über 40 Experten aus der Forschung, von Prüfinstituten, dem Handel, der Überwachung und der Industrie, um den aktuellen Kenntnisstand zur Technologie und Analytik darzustellen und zu erörtern. Ziel ist es, die von PAK-haltigen Produkten ausgehenden potenziellen gesundheitlichen Risiken zu bewerten und langfristig die PAK-Gehalte in verbrauchernahen Produkten zu minimieren.

Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe fand im Dezember 2006 statt. Im Ergebnis wurden als wichtigste Quellen für PAK in verbrauchernahen Produkten Weichmacheröle und Ruße identifiziert. Offen blieben Aspekte, in welchem Umfang PAK aus den betroffenen Produkten migrieren und wie viel davon über die Haut aufgenommen werden. Vor diesem Hintergrund fand im Dezember 2007 die zweite Sitzung der Arbeitsgruppe statt, die vor allem Fragen zur Toxikologie und Analytik dieser Stoffgruppe erörtert hat.

Nach aktuellem Kenntnisstand hält es das BfR für notwendig, den PAK-Gehalt in den betroffenen Produkten so niedrig wie möglich zu halten, weil einzelne Vertreter der Stoffgruppe krebserregende Eigenschaften besitzen. Aus diesem Grund sollten die zurzeit gültigen Orientierungswerte gesenkt werden, denn die derzeitige Datenlage zeigt, dass viele Produkte PAK-frei produziert werden könnten. Aus Sicht des BfR ist es erforderlich, eine standardisierte Methode zur Untersuchung von PAK-Gehalten in verbrauchernahen Produkten aus Gummi oder Kunststoff für die Sammlung amtlicher Untersuchungsverfahren zu etablieren. Außerdem sollte eine Standardmethode zur Erfassung der Migration der PAK bei direktem Hautkontakt entwickelt werden. An den diesbezüglichen Forschungsarbeiten ist das BfR aktiv beteiligt.

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Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)




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