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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.03.2008

Untersuchung zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Wein vorgestellt


Im Europäischen Parlament in Brüssel hat das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) eine gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen durchgeführte Untersuchung zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Wein vorgestellt.

Dazu erklärt der Generaldirektor des Europäischen Verbands der Pflanzenschutz-Industrie (ECPA), Friedhelm Schmider: "Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Wein stellen kein gesundheitliches Risiko dar. Mit einem Anteil von 60 Prozent an der weltweiten Produktion ist Europa die Nummer eins unter den Weinerzeuger-Regionen. Dieser Erfolg basiert auf der langen Tradition des Weinbaus hier, auf der hohen Qualität der Weine, auf einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis und auf der Sicherheit des Produkts. Wir als Pflanzenschutz-Industrie sind stolz, zu diesem Erfolg beizutragen. Weintrauben sind vielen Krankheiten und Schädlingen ausgesetzt. Die Pflanzenschutz-Industrie bietet die Hilfsmittel, um die Kulturen davor zu schützen - übrigens oft in Verbindung mit biologischen Verfahren."

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und eventuelle Rückstände auf den Trauben werden von unabhängigen Organisationen sorgfältig überprüft, erklärte Schmider weiter. Für alle bei Weintrauben eingesetzten Pflanzenschutzmittel gibt es zulässige Rückstands-Höchstmengen, die einen umfassenden Schutz der Gesundheit gewährleisten. Vorhandene Rückstände werden außerdem im Rahmen der Verarbeitung der Trauben - durch das Keltern, die Gärung sowie Reinigungs- und Klärungsprozesse minimiert.

PAN kritisiert, dass in allen untersuchten, konventionell erzeugten Weinen Rückstände gefunden wurden. "Alle diese Wirkstoffe sind in Europa zugelassen", betont Schmider. "Vor allem aber sind die gefundenen Mengen äußerst gering." Das macht ein Vergleich der nachgewiesenen Konzentrationen im Wein mit den zulässigen Rückstands-Höchstmengen auf Weintrauben deutlich. Die Höchstmengen für Trauben liegen im Regelfall zwischen 2000 bis 5000 Mikrogramm pro Kilogramm. Im Wein wurden in der überwiegenden Zahl der Fälle weniger als 20 Mikrogramm pro Liter gefunden. Die höchste gemessene Menge - und ein absoluter Ausreißer - waren 450 Mikrogramm eines Wirkstoffs in einem Liter Wein - bei einer zulässigen Rückstands-Höchstmenge von 5000 Mikrogramm pro Kilogramm Trauben.

"Das Pestizid Aktions-Netzwerk und die übrigen an der heutigen Pressekonferenz beteiligen Organisationen setzen sich dafür ein, möglichst viele Pflanzenschutzmittel vom Markt zu verbannen. Sie sollten aber auch die Folgen für den Weinbau und für die gesamte Landwirtschaft in Europa bedenken", forderte Schmider.

Quelle: Industrieverband Agrar




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