Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.02.2008

Kluge Köpfe für Fraunhofer: Schaffung von 1000 neuen Stellen im Jahr 2008


Die Fraunhofer-Gesellschaft schafft dieses Jahr 1000 neue Stellen. Sie bietet Nachwuchswissenschaftlern ein sehr gutes Arbeitsumfeld. Darüber hinaus stehen im Programm "Attract" 100 Mio Euro für Forschungsvorhaben von Spitzenforschern bereit.

Das große Werben um die Besten hat in einigen Forschungsgebieten bereits begonnen. Es wird zunehmend schwieriger, gute Naturwissenschaftler und Ingenieure zu finden. "Wir brauchen Spitzenkräfte für die angewandte Forschung. Und wir müssen den Forschern die besten Möglichkeiten und Freiräume bieten, damit sie sich entfalten können. Das sind die grundlegenden Voraussetzungen, damit aus Ideen innovative Produkte werden", erklärt Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Wir wollen unsere Spitzenposition als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen der Natur- und Ingenieurwissenschaften weiter ausbauen. Denn die Basis unseres Erfolgs sind die hervorragenden Leistungen der Mitarbeiter."

Die Auftragslage der Institute ist sehr gut. Dieses Jahr werden bis zu 1500 neue Mitarbeiter benötigt: Davon werden 1000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen, weitere müssen wegen der normalen Fluktuation neu besetzt werden. Forscher, die bei der Fraunhofer-Gesellschaft Erfahrungen gesammelt haben, wechseln häufig in die Industrie. Diesen Transfer der Köpfe sieht Bullinger als wichtiges Unternehmensziel. "Die Wissenschaftler können sich bei uns in Aufgabenstellungen und Kompetenzen, die die Unternehmen benötigen, einarbeiten. Ihr spezifisches Know-how macht sie für die Industrie interessant. Dort steigen sie häufig die Karriereleiter hinauf und nehmen Führungspositionen in Wirtschaft oder Wissenschaft ein." Die Fraunhofer-Gesellschaft sorgt für ein gutes Arbeitsumfeld und beste Laborausstattung. Auch von der engen Anbindung der Fraunhofer-Institute an die Hochschulen profitieren die Mitarbeiter. Sie sind in die wissenschaftlichen Netzwerke eingebunden und arbeiten je nach Forschungsaufgabe interdisziplinär und über die Institutsgrenzen hinweg.

Arbeitgeber-Rankings belegen immer wieder: Fraunhofer ist ein attraktiver Arbeitgeber. Umfragen bei den neuen Mitarbeitern haben ergeben, dass die Beschäftigten die hohe Eigenverantwortung, die interessanten Forschungsgebiete und das gute Arbeitsklima sehr schätzen. Die angewandte Forschung bietet einen engen Bezug sowohl zur Wissenschaft als auch zur Praxis. "Mit der intensiven und systematischen Qualifizierung unserer Mitarbeiter leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Erfolg des Einzelnen und für die deutsche Wirtschaft", betont Bullinger. Darüber hinaus punktet die Fraunhofer-Gesellschaft durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. An vielen Standorten bestehen bereits Kindertagesstätten. Mehr Frauen in die angewandte Forschung zu holen, ist ein Leitmotiv. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Doktorandinnen- und Mentoringprogramme aufgelegt.

Den Mitarbeitern bieten sich noch viele weitere Möglichkeiten: zum Beispiel eine technische Entwicklung zur Geschäftsidee auszubauen und selbst zu vermarkten. Rund 50 Mitarbeiter pro Jahr wagen den Schritt, ein eigenes Unternehmen zu gründen - mit Unterstützung der Fraunhofer-Venture-Gruppe.

Das Programm "Attract": einzigartiges Angebot für exzellente Wissenschaftler
Ein wichtiger Baustein, um kreative Köpfe zu gewinnen, ist das Programm "Attract". 100 Mio Euro stehen dem wissenschaftlichen Nachwuchs für ausgewählte Projekte zur Verfügung. Forscher erhalten die Chance, zu besten Bedingungen ihre Ideen in Innovationen umzusetzen: Über fünf Jahre bekommen sie jährlich 500 000 Euro, um selbständig eine eigene Arbeitsgruppe mit bis zu fünf Mitarbeitern aufzubauen. Bis 2009 werden insgesamt 40 Gruppen ausgeschrieben, 9 Arbeitsgruppen stecken bereits mitten in der Forschungsarbeit. Einige Beispiele: Sensoren in der Biomedizin und Sicherheitstechnik, Glaskeramiken für hocheffiziente Solarzellen sowie Assistenzsysteme für Patienten und ein Baustoff mit viel Potenzial: Beton. Nach fünf Jahren sollen die Forschungen soweit gediehen sein, dass sich die Arbeitsgruppe durch Wirschaftserträge und Lizenzeinnahmen selber trägt. Alternativ besteht auch die Möglichkeit zu einer Ausgründung. Professor Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, freut sich über die engagierten Forscher: "Wir bieten den Wissenschaftlern ein Karrieresprungbrett. Sie haben nach dem Programm die Aussicht auf eine eigene Abteilung oder ein neues Geschäftsfeld am Fraunhofer-Institut oder eine gute Startposition in Wissenschaft und Industrie."

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: