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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

08.02.2007

Neue DIN-Normen zur Schimmelproblematik im Innenraum


Standardisierte Verfahren für Probenahme, Nachweis und Auszählung von Schimmelpilzen sowie für die Probenahmestrategie sind wichtig für eine vergleichende Bewertung und für die Sanierungsmaßnahmen von Schimmelpilzschäden im Innenraumbereich. Die neuen DIN-Normen geben Hilfestellungen zum Nachweis und Auszählen von Schimmelpilzen in Innenräumen.

E DIN ISO 16000-16 legt Anforderungen für Langzeitprobenahmen (0,5 h bis zu mehreren Stunden) mit Hilfe der Filtration in der Innenraumluft fest. Bei der Filtration wird eine definierte Luftmenge durch einen Filter gesaugt, auf bzw. in welchem die Abscheidung der mitgeführten Partikel erfolgt. Mit dem Filterverfahren werden in der Außenluft dispergierte Schimmelpilze auf einem Gelatinefilter abgeschieden, was eine hohe Gesamt-Sammeleffizienz beinhaltet.

Nach der Probenahme werden die Schimmelpilzsporen kultiviert und gezählt. Die Kultivierung, die Teil des vollständigen Messverfahrens ist, wird in E DIN ISO 16000-17 beschrieben. Sie führt die Anforderungen für den Nachweis und die Auszählung von Schimmelpilzen durch Kultivierung nach erfolgter Probenahme mittels Filtration nach E DIN ISO 16000-16 oder Impaktion nach ISO 16000-18 (in Vorbereitung) auf. Nach der Bebrütung werden die Schimmelpilzkolonien identifiziert und gezählt.

Der Umfang der Identifizierung hängt vom Ziel der Untersuchung ab. Das Verfahren ist auch für die Kultivierung von Schimmelpilzen aus Materialsuspensionen oder von Abklatschplatten und Direktausstrichen geeignet.

Die von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL herausgegebenen Entwürfe der Normen DIN ISO 16000 Teil 16 und 17 sind seit Februar 2007 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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