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10.10.2007

Peter Grünberg erhält den Physik-Nobelpreis für seine Erfolge im Bereich Magnetismus


Der Schwerpunkt des Helmholtz-Wissenschaftlers, der auch auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik in Halle ist, liegt auf dem Gebiet der Festkörperforschung. Seine bekannteste Entdeckung ist der Riesen-Magnetowiderstand (GMR-Effekt).

Der Preis, den er sich mit dem französischen Physiker Albert Fert teilt, ist mit umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro dotiert. "Die beiden Wissenschaftler haben 1988 unabhängig voneinander einen bis dahin unbekannten magnetischen Effekt entdeckt, der heute auch in Computer-Festplatten genutzt wird", teilte die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

Höhere Speicherkapazität von Computer-Laufwerken

Der Riesenmagentowiderstand tritt nur bei Schichten von rund einem Nanometer Dicke auf. Dann bestimmen Quanteneffekte die Eigenschaften eines Materials. "Die Entdeckung von Peter Grünberg und Albert Fert ist so bedeutend, weil schon kleine Änderungen eines Magnetfeldes relativ große Änderungen im elektrischen Widerstand bewirken", sagt Gisela Schütz, Direktorin am Max-Planck-Institut für Metallforschung: "Daher ermöglichte es der GMR-Effekt, zum Beispiel Computerfestplatten deutlich zu verkleinern." Dadurch konnte die Speicherkapazität der Laufwerke nicht nur für Computer, sondern auch für Videorecorder und tragbare Musikabspielgeräte wie MP3-Player in den Gigabyte-Bereich gesteigert werden. Grünberg und Fert gelten als Gründerväter der Spin-Elektronik. Das Ergebnis reiner Grundlagenforschung hat sich zu einem Milliardenmarkt entwickelt.

Zweiter Deutscher in zwei Jahren

Erst vor zwei Jahren wurde der deutsche Physiker Theodor W. Hänsch vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching, sowie die US-Amerikaner Roy J. Glauber und John L. Hall für ihre Forschungsarbeiten in der Spektroskopie geehrt. Hänsch und Hall erhielten die begehrte Auszeichnung "für ihre Beiträge zur Entwicklung der auf Laser gegründeten Präzisionsspektroskopie".

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft




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