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05.10.2007

Pestiziduntersuchungen jetzt online nachlesbar - Verbraucherschutzministerium schaltet Internetportal frei


Die Auswertung der Ergebnisse aller in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Untersuchungen von Obst und Gemüse auf Pestizide sind ab sofort online nachzulesen. Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg hat ein Internetportal frei geschaltet, das für alle Verbraucher zugänglich ist. Damit ist Nordrhein-Westfalen das erste Bundesland, das seine Untersuchungsergebnisse in dieser Form transparent macht. Im neuen Pestizidreport wird für jede Obst- oder Gemüsesorte, von der landesweit mindestens 20 Proben pro Jahr untersucht werden, eine komplette Auswertung zur Verfügung gestellt. Diese umfasst nicht nur Angaben darüber, wie viele Proben Pestizide enthalten und wie häufig Höchstmengen überschritten sind, sondern auch einen Vergleich der Herkunftsländer und der großen Supermarktketten wie Aldi, Plus, Rewe oder Edeka. Die Seite wird je nach Untersuchungsaufkommen mindestens einmal pro Woche aktualisiert.

"Mit dem Internetportal haben die Verbraucher erstmals die Möglichkeit, sich umfassend über die Belastung von Obst und Gemüse mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln zu informieren und dies bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen", so Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg. "Gleichzeitig steigt der Druck auf die Importeure und Anbieter, es mit ihren Eigenkontrollen sehr genau zu nehmen, denn Verstöße gegen die Höchstmengengrenzen sind ab sofort für jeden online nachzulesen. Solche Ware wird in den Regalen liegen bleiben, denn die Kunden können besser entscheiden, welchem Handelsunternehmen sie vertrauen und wo sie bestimmte Lebensmittel besser nicht einkaufen sollten."

In Nordrhein-Westfalen werden jährlich rund 3.000 Proben Obst und Gemüse auf die Rückstände von etwa 600 verschiedenen Pflanzenschutzmitteln untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Informations- und Kommunikationssystem Lebensmittelüberwachung (ILM) beim Chemischen Landes- und Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Münster zusammengeführt und ausgewertet.

Im nun frei geschalteten Pestizidreport sind alle Untersuchungen seit dem Jahr 2004 aufgeführt und können als Jahresvergleich oder einzelne Jahresauswertung angezeigt werden. Die Internetseite gibt Auskunft darüber, ob grundsätzlich Pestizide nachweisbar waren, ob dabei die zulässige Höchstmenge überschritten wurde und ob Mehrfachrückstände aufgefallen sind. Aufgeschlüsselt wird außerdem, welche Pestizidwirkstoffe am häufigsten gefunden wurden. Ergänzend bietet der Pestizidreport Kurzinformationen darüber, was Pflanzenschutzmittel genau sind, welche Regeln für Rückstände gelten und wie die Lebensmittelüberwachung untersucht.

—> Pestizidreport Nordrhein-Westfalen

Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Nordrhein-Westfalen




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