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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.09.2007

NMR und EPR klären Strukturen und Lebensprozesse auf


Auf ihrer 29. Jahrestagung befasst sich die Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) vor allem mit NMR-Untersuchungen (Nuclear Magnetic Resonance) und EPR-Spektroskopie (Electron Paramagnetic Resonance) in der Biophysikalischen Chemie. Vom 26. bis 29. September 2007 treffen sich in Göttingen Chemiker und Wissenschaftler benachbarter Disziplinen, um neueste Ergebnisse bei der Anwendung der NMR- bzw. EPR-Spektroskopie in Biochemie, Molekularbiologie und Medizin zu diskutieren. Vorträge werden je zur Hälfte von arrivierten Wissenschaftlern und von Doktoranden gegeben. 130 Posterbeiträge runden die Tagung wissenschaftlich ab. Die NMR- und EPR-Methoden liefern wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der molekularen Strukturen und der Dynamik von kleinen Molekülen bis hin zu großen Biopolymeren wie Proteinen, Nukleinsäuren oder Kohlenhydraten unter physiologischen Bedingungen.

So geben die MR-Methoden Aufschluss über die organisch-mineralische Struktur von Knochen, sie ermöglichen die Beobachtung von strukturellen Veränderungen in DNA und RNA oder von Wechselwirkungen von Medikamenten wie dem Krebsmittel cis-Platin mit DNA. Wertvolle Erkenntnisse liefert die magnetische Resonanzspektroskopie bei der Aufklärung der Struktur und Vorgänge im Photosystem I und II, die für das Verständnis der Photosynthese der Pflanzen notwendig ist und vielleicht den Schlüssel für die Lösung der Energieprobleme nach dem Ölzeitalter darstellt. Auch die Wirkungen von Enzymen oder Toxinen lassen sich mit Hilfe dieser Methoden besser verstehen.

NMR und EPR eröffnen die Möglichkeit, die Biologie in lebenden Zellen heute in einer vor wenigen Jahren noch ungeahnten räumlichen und zeitlichen Präzision zu studieren. Davon profitiert nicht nur die Grundlagenforschung, sondern beispielsweise auch die medizinische Chemie und pharmazeutische Forschung mit Blick auf die Entwicklung neuer Medikamente.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)




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