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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

29.01.2007

Autoabgase beeinträchtigen Lungenwachstum bei Kindern


Die Lungen von Kindern, die zu nahe an einer stark befahrenen Straße leben, können in ihrer Entwicklung geschädigt werden. Wissenschaftler der University of Southern California haben in Tests nachgewiesen, dass es im Umkreis von 500 Metern zu Schnellstraßen oder Autobahnen zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion kommen kann. In The Lancet warnen die Autoren vor der Gefährdung der vielen Kinder, die in der Nähe von verkehrsreichen Straßen wohnen oder eine Schule besuchen.

Es war bereits bekannt, dass die giftigen Abgase Erkrankungen der Lunge wie Asthma auslösen können. Die aktuelle Studie geht jedoch davon aus, dass die Luftverschmutzung die Lunge von sonst gesunden Kindern daran hindern könnte sich vollständig zu entwickeln. Es spiele dabei keine zu große Rolle, ob die Kinder in der Stadt oder auf dem Land nahe einer Hauptverkehrsstraße lebten. Kinder, die in großen Städten mit hoher Luftverschmutzung in einer verkehrsreichen Umgebung lebten, seien wahrscheinlich einem noch höheren Risiko ausgesetzt.

Die Wissenschaftler untersuchten jährlich die Lungenfunktion von 3.677 Kindern und begleiteten sie vom zehnten bis zum 18. Lebensjahr. Jene Kinder, die im Umkreis von 500 Metern von einer Schnellstraße oder einer Autobahn lebten, verfügten mit 18 Jahren über eine deutlich schlechtere Lungenfunktion als jene, die 1.500 Meter oder mehr entfernt aufgewachsen waren. Das änderte sich auch nicht, als Faktoren wie Rauchen in der elterlichen Wohnung berücksichtigt wurden. Das Team macht die Abgase von Autos, Motorrädern und Lastwägen verantwortlich. Die Forscher empfehlen weitere Studien zur genauen Erforschung der verantwortlichen Substanzen in den Abgasen. Es ist laut BBC nicht bekannt, wie genau die Verschmutzung der Luft die Entwicklung beeinträchtigt. Eine Entzündung der Lunge als Reaktion auf die tägliche Irritation dürfte jedoch eine Rolle spielen.

Quelle: pte.at


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