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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

25.09.2007

OECD-Studie 2007: Hochqualifizierte und Geringqualifizierte profitieren von Bildungsexpansion


In den vergangenen Jahren ist der Anteil von Hoch- und Fachhochschulabsolventen in den OECD-Ländern deutlich gestiegen. Heute erreichen im Schnitt 36 % eines Jahrgangs einen höheren Abschluss. Gegenüber 1995 ist das ein Zuwachs von über 50 % . Gleichzeitig hat die Zahl der hochqualifizierten Arbeitsplätze in vielen Ländern signifikant zugenommen. Zudem bringt ein Abschluss im Tertiärbereich deutliche Vorteile mit sich: So verdienen Akadamiker in Deutschland deutlich mehr als Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss. Gleichzeitig zeigen die OECD-Indikatoren, dass die Zunahme hochqualifizierter Arbeitsplätze mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit bei geringer Qualifizierten verbunden ist. Das belegen die Daten der aktuellen Studie Bildung auf einen Blick 2007 - OECD Indikatoren, die von der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) herausgegeben wird.

Die Daten liefern keinen Hinweis darauf, dass geringer Qualifizierte vom Arbeitsmarkt verdrängt werden. Im Gegenteil: Vieles deutet darauf hin, dass die am geringsten Qualifizierten bessere Beschäftigungsaussichten haben, wenn mehr Menschen in den Tertiärbereich eintreten. Das ist ein Ausschnitt der Ergebnisse der OECD-Indikatoren 2007, die Bildungsniveaus und Bedingungen für Bildung aller OECD-Länder untereinander vergleichen. Die Indikatoren erfassen die am Bildungswesen Beteiligten, die für Bildung und Ausbildung aufgewendeten Mittel sowie Operationsweisen und Ergebnisse der Bildungssysteme.

Schwerpunkte der OECD-Indiktaoren 2007 sind die Themen Bildungsergebnisse und Bildungserträge, die in Bildung investierten Finanz- und Humanressourcen, Bildungszugang, Bildungsbeteiligung und Bildungsverlauf sowie das Lernumfeld und die Organisation von Schulen.


Bildung auf einen Blick 2007 - OECD Indikatoren enthält die umfassendste Sammlung statistischer Daten aus dem Bildungsbereich im internationalen Vergleich. Die Studie ist ein Referenzmedium für alle, die auf politischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene an der Entwicklung von Bildung beteiligt sind. Die OECD-Indikatoren richtet sich an Bildungspolitiker, die von den bildungspolitischen Erfahrungen anderer Länder lernen wollen, Wissenschaftler, die Daten für weiter gehende Analysen benötigen sowie an die allgemeine Öffentlichkeit, die sich über die Fortschritte des Bildungssystems des eigenen Landes informieren möchte. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, inwieweit die Investitionen in Bildung, Wissen und Fähigkeiten für den Einzelnen sowie für das ganze Land wirtschaftliche und soziale Vorteile bringen.

Quelle: W. Bertelsmann Verlag




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