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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

07.09.2007

Messunsicherheit bei Luftbeschaffenheitsmessungen richtig schätzen


Die neu von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN veröffentlichte Norm DIN EN ISO 20988 berücksichtigt bei der Ermittlung der Messunsicherheit zufällige Einflüsse, die zu einer Streuung oder systematischen Abweichung in einer Reihe von Beobachtungen führen. Geeignete Daten können mit Experimenten ermittelt werden, die einen Vergleich mit Referenzmaterialien oder mit Referenzmesseinrichtungen oder mit unabhängigen Messungen desselben Typs erlauben. Bei der Bereitstellung von experimentellen Daten zur Unsicherheitsermittlung ist es wichtig, dass die Repräsentativität hinsichtlich der Streuungen und systematischen Abweichungen, die bei der vorgesehenen Anwendung des Messverfahrens auftreten, sichergestellt ist.

Die in dieser Internationalen Norm bereitgestellten allgemeinen Anleitungen und statistischen Verfahren richten sich an Fachleute, die mit Messungen der Luftbeschaffenheit vertraut sind und beispielsweise in der Normung, der Validierung oder der Dokumentation von Verfahren zur Messung der Außenluft, der Innenraumluft, der Emissionen aus stationären Quellen, der Luft am Arbeitsplatz und der Meteorologie tätig sind.

Das allgemeine Konzept der Ermittlung der Messunsicherheit wird im Leitfaden zur Angabe der Unsicherheit beim Messen (GUM) beschrieben. Im Vordergrund der praktischen Anleitungen des GUM steht die Auswertung von Reihen unverfälschter Beobachtungen. Messungen der Luftbeschaffenheit können auf Grund von zufälligen Einflüssen, die sich in einer Beobachtungsreihe nicht ändern, nur selten als unverfälscht angesehen werden.

Die Norm DIN EN ISO 20988 ist seit September 2007 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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