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05.09.2007

Generalsekretär der DFG Dr. Reinhard Grunwald in den Ruhestand verabschiedet


Angesehen, einflussreich, hartnäckig, entschlossen, tatkräftig und nachhaltig - so lauteten die am häufigsten genannten Attribute des scheidenden Generalsekretärs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dr. Reinhard Grunwald, der am heutigen Montag in den Ruhestand verabschiedet wurde. Bei einer Feierstunde in der Bonner Redoute würdigten Vertreter des Bundes, der Länder, der Hochschulen und der internationalen Wissenschaft vor rund 150 geladenen Gästen die Verdienste Grunwalds, der elf Jahre an der Spitze der Geschäftsstelle der DFG stand.

So bezeichnete Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Juristen Grunwald als einen der angesehensten und einflussreichsten Wissenschaftsmanager Deutschlands, der auch in internationalen Kreisen hohes Renommee genieße. Er sei ein Modernisierer des Wissenschaftssystems mit Herz und Verstand gewesen. Die Administration der Exzellenzinitiative in den letzten Jahren sei sein Meisterstück.

Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Professor Erich Thies, hob hervor, dass Grunwald in seinem Amt als "General mit leiser Stimme" Wissenschaft und Forschung qualitativ und auch quantitativ entscheidend mitverändert habe. Die DFG sei mit der tatkräftigen Hilfe Grunwalds zu dem geworden, was sie heute ist. Für die Mitglieder der DFG würdigte der Präsident der Humboldt-Universität Berlin, Professor Christoph Markschies, Grunwald als einen Menschen, der maßgeblich dazu beigetragen habe, Struktur, Umfang und Nachhaltigkeit der deutschen Wissenschaftsförderung tiefgreifend zu verbessern. Die Universitäten des Landes seien ihm für seinen nachhaltigen Einsatz im Amt zu tiefem Dank verpflichtet.

Den weitaus größten Teil seiner Amtszeit bildete Reinhard Grunwald zusammen mit dem von 1998 bis Ende 2006 amtierenden DFG-Präsidenten Ernst-Ludwig Winnacker den Vorstand. Winnacker, jetzt Generalsekretär des European Research Council (ERC), hob in seiner sehr persönlich gehaltenen Rede die Marksteine aus der Amtszeit des scheidenden Generalsekretärs hervor: die Systemevaluation der DFG und der Max-Planck-Gesellschaft mit der daraus folgenden Reorganisation der inneren Struktur der Geschäftsstelle; die Fragen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens, die den Verfahrensjuristen herausgefordert und belastet haben; die Einführung des Fachkollegiensystems, mit dem neue Maßstäbe für das DFG-Begutachtungswesen gesetzt wurden, die Satzungsänderung sowie die beträchtliche Ausweitung der Internationalisierung in der Arbeit der DFG. Hinzu kam die Umstellung auf ElektrA, die elektronische Antragsbearbeitung.

In Grunwalds Amtszeit hat sich der Haushalt der DFG verdoppelt, die Zahl der Mitarbeiter ist von 600 auf 800 angestiegen.

Der Präsident der DFG, Professor Matthias Kleiner, hatte in seiner Begrüßung besonders die neue DFG-Generalsekretärin, Frau Dorothee Dzwonnek, willkommen geheißen. Dzwonnek betonte in ihrem Grußwort, es müsse oberstes Ziel der DFG sein, bei ihren Beurteilungen und Gutachten allein qualitätsgeleiteten Kriterien verpflichtet zu bleiben. Mit Liebe zur Wissenschaft, Mut zur Geduld, aber auch zum Wandel, Kraft zur Transparenz, mit guten Ratgebern und interessierten Partnern wolle sie in den kommenden Jahren zur Verbesserung der deutschen Wissenschaftslandschaft beitragen.

Grunwald selbst bezeichnete in seiner kurzen Dankesrede die ihm zugeschriebenen Erfolge als Ergebnis langjähriger Teamarbeit: "Der Trainer muss schon stimmen, aber die Tore schießen andere."

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)




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