Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

15.08.2007

Vergütungsstudie Pharma/Life Sciences 2007


Führungskräfte können in den Branchen Pharma und Life Sciences 50.000 bis über 150.000 Euro verdienen. Die Spannbreite bei Fachkräften reicht von 40.000 bis 120.000 Euro. Im Wesentlichen hängt die Vergütung von vier Einflussgrößen ab: Unternehmen (Mitarbeiterzahl, Umsatz oder Sitz), Position (Fach- oder Führungskraft), Person (Alter, Bildung, Geschlecht oder Berufserfahrung) und Arbeitsmarkt (Angebot und Nachfrage). "Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck in der Pharmabranche und Biotechnologie ist enorm. Der engagierte Einsatz von Führungskräften, Spezialisten und qualifizierten Mitarbeitern kann über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Neben einer guten Karriereperspektive fördert angemessene Vergütung überdurchschnittliche Leistung", so Christian Näser, Vergütungsexperte der Managementberatung Kienbaum.

Im Rahmen der Studie wurden Gehaltsangaben zu insgesamt 2.405 Positionen aus 83 Unternehmen ausgewertet. Analysiert wurden die monetären Bezüge (Grund- und Gesamtbezüge), variable Vergütungssysteme, Altersversorgungsregelungen, Firmenwagenpolicies und sonstige Zusatzleistungen.

Überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen

Die Gehälter der Branchen Pharma/Life Science steigen deutlich. Die durchschnittliche Gehaltssteigerung betrug von April 2006 bis April 2007 3,9 Prozent. Ein Vergleich hierzu: Die Gehälter von Fach- und Führungskräften in Krankenhäusern legten im Schnitt um 1,7 Prozent zu, Sekretariats- und Bürokräfte verdienen dieses Jahr 2,3 Prozent mehr. "Individuelle Leistung und wirtschaftliche Situation sind dominante Kriterien bei einer Gehaltserhöhung. Der dritte Faktor ist jedoch der Arbeitsmarkt. Je knapper qualifiziertes Personal, um so teuer wird es", so Christian Näser.

Mit der Unternehmensgröße steigt das Gehalt

Die Unternehmensgröße ist - zumindest bei Führungskräften - ein wesentlicher Bestimmungsfaktor der Gehaltshöhe. Je größer das Unternehmen (gemessen an Umsatz oder Beschäftigungszahl) desto höher fallen die Bezüge aus. Die Gehaltsspanne zwischen kleinen und großen Unternehmen kann dabei für die gleiche Position erheblich sein. Der Leiter Qualitätssicherung/Qualitätskontrolle verdient in einem Unternehmen, das bis zu 50 Mio. Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet, durchschnittlich 71.000 Euro. Erzielt ein Unternehmen jedoch mehr als 500 Mio. Euro Umsatz, so wird die gleiche Position mit 152.000 Euro vergütet. Der Grund für diese Differenz liegt in der engen Beziehung zwischen Verantwortung und Vergütung. Führungspositionen in größeren Unternehmen sind komplexer, stellen höhere Anforderungen an Fähigkeit und Engagement und sind mit größerer Personalverantwortung verbunden.

Männer verdienen besser

Nach wie vor beeinflusst auch das Geschlecht die Vergütungshöhe. Frauen erhalten in gleichen Positionen weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Eine weibliche Führungskraft im Außendienst verdient durchschnittlich 96.000 Euro, während ihr männlicher Kollege 102.000 Euro erhält. Eine weibliche Fachkraft im Marketing erhältlich im Schnitt 70.000 Euro Jahresgesamtgehalt, während es ihr männlicher Kollege auf 77.000 Euro bringt.

Variable Vergütung

Verbreitung und Höhe des variablen Vergütungsbestandteiles sind eng an die Position gebunden. Die höchsten Prämien erhalten Fachkräfte im Außendienst in den Positionen "Topverkäufer/Pharmareferent" (20 Prozent), "Klinikreferent" (20 Prozent) und "Verkaufsrepräsentant" (22 Prozent). "Variable Vergütungsmodelle sind eine wichtige Stellgröße der Personalpolitik. Durch die Verbindung der Vergütungshöhe mit dem Erfolg des Unternehmens bzw. seines Bereichs soll die Identifikation der Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens gefördert werden. Außergewöhnliche Leistungen werden außergewöhnlich honoriert", so Christian Näser.

Quelle: Kienbaum & Partner




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: