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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

10.07.2007

Nicht alles Gute kommt von oben: Schwermetalle im Staubniederschlag


Die neu von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN publizierte Richtlinie VDI 2267 Blatt 16 beschreibt ein vollständiges und validiertes Messverfahren zur Bestimmung des Gesamtgehaltes von Arsen, Cadmium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Nickel, Blei, Antimon und Zink im Staubniederschlag. Unter Staubniederschlag im Sinne der Richtlinie wird der Trockenrückstand des während der Exposition (Dauer in der Regel ein Monat) in einem Auffanggefäß (sog. Topfsammler) gesammelten atmosphärischen Stoffeintrages verstanden. Der Trockenrückstand wird in einem oxidierenden Säurebad aufgeschlossen. Hierzu beschreibt die Richtlinie vier in der Praxis bewährte Aufschlussvarianten (drei offene Aufschlüsse, ein geschlossener Mikrowellenaufschluss). Die anschließende Analyse der Aufschlusslösung auf die aufgeführten Metalle und Halbmetalle erfolgt mit Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) in der Flamme (FAAS) oder dem Graphitrohr (GFAAS, elektrothermische AAS).

In den Blättern der Richtlinie VDI 2267 werden vollständige Methoden zur Bestimmung von Metallen und Halbmetallen im Schwebstaub der Außenluft und im Staubniederschlag dargestellt, die aus Feuerungsanlagen sowie bei ihrer Herstellung und Verarbeitung in die Außenluft gelangen. Die Auswahl der zu bestimmenden Komponenten erfolgte nach den in der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (17. BImSchV) oder der Ersten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz (TA Luft) aufgeführten Elementen.

Die Richtlinie VDI 2267 Blatt 16 ist ab Juli 2007 in deutsch/englischer Fassung beim Beuth-Verlag erhältlich. Sie ersetzt den Entwurf vom Juli 2006.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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