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11.05.2007

BMBF fördert Detektionssysteme für chemische, biologische, radiologische, nukleare, und explosive Gefahrstoffe


Mit dieser Bekanntmachung verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" der Bundesregierung das Ziel, innovative Sicherheitslösungen auf dem Gebiet der Detektion von Gefahrstoffen zu fördern. Der Schwerpunkt der Förderung ist die frühzeitige Erkennung chemischer, biologischer, nuklearer, radiologischer und explosiver Gefahrstoffe z. B. mittels neuer Sensorkonzepte oder neuer Durchleuchtungstechnologien. Damit soll sowohl eine verbesserte Frühwarnung als auch ein besseres Management von Krisenbewältigungsstrategien möglich sein. Wichtige Förderkriterien sind Innovationshöhe, Praxistauglichkeit und Marktfähigkeit der angestrebten Lösung, Einbeziehung gesellschaftlicher Ziele und Wirkungen sowie die Bedeutung des Beitrags zur Erhöhung der zivilen Sicherheit.

Die Bundesregierung hat am 24. Januar 2007 das Programm "Forschung für die zivile Sicherheit" beschlossen. Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Verbesserung des Schutzes der Bürger vor gesellschaftlichen Bedrohungen, ausgelöst u. a. durch Terrorismus, organisierte Kriminalität, Naturkatastrophen, technische Großunfälle. Sicherheitskritische Situationen und neue Bedrohungslagen erfordern hoch entwickelte Technologien sowie neue Sicherheitssysteme und damit verbundene Handlungsstrategien.

Das Sicherheitsforschungsprogramm ist Bestandteil der Hightech-Strategie für Deutschland. Es betrachtet Forschung für zivile Sicherheit erstmals im Gesamtkontext und stellt neue Ressourcen für umfassende Forschung und Innovationen zur Verfügung. Im Rahmen der Förderung werden Lösungen aus der Forschung erwartet, die Beiträge zur zivilen Sicherheit erbringen und den internationalen Markt für deutsche Sicherheitsprodukte und -verfahren erschließen. Das Sicherheitsforschungsprogramm richtet sich an Unternehmen, die innovative Sicherheitslösungen entwickeln, und gleichzeitig an die Betreiber von sicherheitsrelevanten Infrastrukturen wie Verkehr, Wasser, Energie u. a. sowie Forschungseinrichtungen und Behörden, die mit Unternehmen und Bedarfsträgern kooperieren.

Die Förderung im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms erfolgt in zwei Programmlinien:

Programmlinie 1 "Szenarienorientierte Sicherheitsforschung" - diese ist nicht Teil der vorliegenden Bekanntmachung - verfolgt einen übergreifenden Ansatz, der alle relevanten Aspekte eines möglicherweise sehr komplexen grundlegenden Sicherheitsproblems (z.B. den Schutz von Verkehrs- und Versorgungsinfrastrukturen) berücksichtigt.

Programmlinie 2 "Technologieverbünde" konzentriert sich auf die Erforschung und den Einsatz neuer Sicherheitstechnologien für klar definierte Einsatzbereiche. In beiden Förderlinien wird erwartet, dass Natur- und Ingenieurwissenschaften mit den Geistes- und Sozialwissenschaften gemeinsam praktikable Sicherheitslösungen erarbeiten.
Die vorliegende Bekanntmachung "Detektionssysteme für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Gefahrstoffe (CBRNE-Gefahren)" im Rahmen der Programmlinie 2 richtet sich auf Vorhaben, die völlig neue oder wesentlich verbesserte Lösungen zum Ziel haben und gleichzeitig Marktpotenzial besitzen. CBRNE-Detektionssysteme erschließen für die Sicherheitsforschung wichtiges technologisches Basiswissen und entwickeln aus bestehenden und neuen Basistechnologien innovative Technologiesysteme. Sie arbeiten anwendungsnah durch Einbeziehung der gesamten Innovationskette, von der Forschung über die Industrie bis hin zu den Endnutzern. Endnutzer im Sinne des Sicherheitsforschungsprogramms sind Betreiber kritischer Infrastrukturen (z. B. Flughäfen, Öffentlicher Nah- und Fernverkehr), Behörden (mit ihren zugehörigen Einrichtungen) und Sicherheits- und Rettungskräfte (Polizei, Feuerwehr, THW u. a.).

—> Weitere Informationen

—> Forschung für die zivile Sicherheit

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)




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