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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

10.04.2007

"Optische Pinzette" positioniert Mikropartikel und Einzelzellen


Die Vielseitigkeit der Anwendbarkeit von Licht konnte am Fachgebiet Technische Optik der TU Ilmenau erneut unter Beweis gestellt werden. Bekannt sind Anwendungen in der Datenkommunikation, Sensorik oder Materialbearbeitung. Mit Licht ist es auch möglich, kleinste Partikel oder biologische Proben (z.B. Einzelzellen) wie mit einer Pinzette zu greifen und berührungslos exakt zu positionieren. Erstmals konnte jetzt das simultane Einfangen und dynamische Manipulieren mehrerer Hefezellen in der Beugungsebene eines mikrooptischen Bauelementes demonstriert werden. Im Zentrum des Interesses der Arbeiten stehen Anwendungen in der Biotechnologie und der Mikro- und Nanotechnologie.

Mit Hilfe neuartiger mikrooptischer Bauelemente kann die Funktionalität der schon heute verbreiteten "optischen Pinzetten" erheblich erweitert werden. Optimierte optische Fallen können Zellkulturen in mikrofluidischen Kanälen sortieren und sie zeitweise unterschiedlichen chemischen oder biologischen Medien aussetzen, um Drogen- oder Medikamententests durchzuführen. Der experimentelle Aufbau zur Demonstration der optischen Pinzette kann auch zum Tag der offenen Tür an der TU Ilmenau am 14.4.2007 besichtigt werden.

Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte mit Förderung des Thüringer Kultusministeriums (TKM-Projekt "Mikrooptische Pinzette"), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG-Projekt "SPANAS") und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF-Projekt "Innosens") wird dieses Thema in verschiedenen Facetten am Fachgebiet Technische Optik bearbeitet. Zahlreiche internationale Partner (Risø Forschungslabor in Dänemark, Göteborg Universität, Schweden, Durham Universität in Großbritannien) und nationale Partner (Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (IBA), Heiligenstadt) sowie mehrere Fachgebiete der TU Ilmenau ("Mikromechanische Systeme", "Technische Physik" und "Werkstoffe der Elektrotechnik") tragen wesentlich zum Gelingen der interdisziplinären Forschungsarbeiten bei.

Quelle: idw/Technische Universität Ilmenau




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