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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

15.03.2007

Pestizidtest: Bio-Produkte schneiden gut ab


Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau weist keine Rückstände von Pestiziden auf. Das ergibt die aktuelle Stichprobenstudie der Umweltschutzorganisation Global 2000, bei der Paprika, Äpfel, Vogerlsalat, Tomaten und Orangen aus biologischer und aus konventioneller Produktion von der Lebensmittelversuchsanstalt Wien (LVA) untersucht wurden. "Der Test hat aufgezeigt, dass auf Bio Verlass ist. Es ist erfreulich, dass biologische Produkte heute sowohl in Biofachgeschäften als auch in vielen Supermärkten angeboten werden," sagt Lisa Kernegger, Pestizid-Expertin von Global 2000.

Bei der Untersuchung ausgezeichnet abgeschnitten hat auch der Biomarkt Maran, der sich ausschließlich auf Bioprodukte spezialisiert hat. Maran setzt dabei stark auf den regionalen Anbau in Österreich: "So weit es möglich ist, werden Produkte verwendet, die in Österreich hergestellt werden", sagt Silvia Holzgruber-Riess, Marketingleiterin bei Maran, im Gespräch mit pressetext. Der Anteil der regionalen Produkte im Sortiment des Biomarktes ist allerdings saisonal schwankend. Bei Ost und Gemüse muss in den Wintermonaten auch auf Produkte aus Italien oder Spanien zurückgegriffen werden, um den Bedarf an Bio-Sorten zu decken.

Spanien ist beim Einsatz von Pestiziden nicht zimperlich, dennoch besteht laut Michael Gartner, Leiter der Rückstandsanalyse der LVA, keine Gefahr einer Kontamination der spanischen Bio-Produkte: "Die so genannte Abdriftkonzentration von Pestiziden auf Obst und Gemüse aus biologischem Anbau ist verglichen mit der Anwenderkonzentration vernachlässigbar klein." Der Biomarkt Maran baut dennoch auf persönlichen Kontakt zu den ausländischen Herstellern. "Wir achten dabei stark auf das Umfeld der Hersteller: Rund um einen Bio-Betrieb darf nicht konventionell produziert werden, um jedes Risiko eines Kontakts mit Pestiziden zu unterbinden", sagt Holzgruber-Riess weiter.

Dieser verantwortungsvolle Zugang lässt den Biomarkt immer beliebter werden. Momentan unterhält Maran vier Filialen in Wien und Perchtoldsdorf. Die Zeichen stehen aber auf Expansion: Für die Landeshauptstädte Graz und Linz sind weitere Geschäfte angedacht, Wien soll aber Schwerpunkt bleiben. "Wo in Zukunft weitere Maran-Filialen entstehen sollen, hängt vom Interesse und der Kaufkraft der Konsumenten ab. Gerade in Wien sind wir gut unterwegs", sagt Holzgruber-Riess.

Während Bio-Erzeugnisse pestizidfrei aus den Untersuchungen der LVA hervorgehen, sieht es bei den konventionell produzierten Obst- und Gemüsesorten schlecht aus. In fast allen Produkten des Stichprobentests konnten Pestizidrückstände gefunden werden. "Es gibt 1.000 theoretisch einsetzbare Pestizide - wir haben auf Spuren der wichtigsten und am meisten verwendeten Varianten geschaut", sagt Gartner im Gespräch mit pressetext. Erschreckendes Ergebnis: Auf einer Paprikaprobe wurde ein Mix aus sieben verschiedenen Pestizidsorten gefunden.

Quelle: pte.at


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