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28.02.2007

Wiley Prize in Biomedical Sciences – Wiley-Stiftung gibt Preisträger bekannt


Deborah E. Wiley, Vorsitzende der Wiley-Stiftung und Senior Vice President von John Wiley & Sons, gab heute bekannt, dass der jährlich ausgeschriebene Wiley Prize in Biomedical Sciences (Wiley-Preis für Biomedizin), der in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben wird, zu gleichen Teilen an Dr. Franz-Ulrich Hartl vom Max-Planck-Institut für Biochemie in München und Dr. Arthur L. Horwich, Eugene-Higgins-Professor für Zellulare und Molekulare Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Yale und Forscher am Howard Hughes, Medical Institute, verliehen wird.

Dr. Hartl und Dr. Horwich werden mit dem Preis geehrt für ihre Entdeckungen der "molekularen Maschinen" (Chaperone), die in der Zelle dafür verantwortlich sind, dass Proteine richtig gefaltet werden. Durch die richtige Faltung wird verhindert, dass sich Protein-Aggregate bilden, die als Ursachen für viele Krankheiten, wie z.B. Alzheimer oder Parkinson, gelten.

"Dr. Hartl und Dr. Horwich erhalten den Preis für ihren bedeutenden Beitrag zur Proteinfaltung", begründet Dr. Günter Blobel, Jurypräsident des Wiley Prize die Entscheidung. Dr. Blobel ist John-D.-Rockefeller-Jr.-Professor für Zellbiologie an der Rockefeller-Universität und erhielt 1999 den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin. Weitere Jurymitglieder sind Dr. Qais Al-Awqati, Physiologe am College of Physicians and Surgeons der Columbia-Universität, Dr. David J. Anderson, Neurobiologe mit dem Schwerpunkt Entwicklung am California Institute of Technology, Dr. Joan Steitz, Molekularbiologin an der Universität Yale, und Professor Kay E. Davies, Humangenetikerin an der Universität Oxford, Großbritannien.

Mit dem Wiley Prize in Biomedical Sciences werden Fortschritte in der Forschung, neue Konzepte oder deren Anwendungen in einer speziellen biomedizinischen Disziplin gewürdigt. Ausgezeichnet werden ein Beitrag oder eine Reihe von Beiträgen, die für Innovation stehen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Der Preis der Wiley-Stiftung ist mit 25.000 Dollar dotiert. Zudem gibt er den Preisträgern die Möglichkeit, eine öffentliche Vorlesung an der Rockefeller-Universität zu halten. Dort findet auch die Preisverleihung statt.

"Die Wiley-Stiftung wie auch der Wiley Prize in Biomedical Sciences wurden 2001 ins Leben gerufen - als Anerkennung für Leistungen auf akademischem Gebiet, die mit unserem Unternehmen und dessen Erfolg in Verbindung stehen", sagt Deborah Wiley. "Mit unserem Preis wollen wir Spitzenleistungen in der wissenschaftlichen Forschung würdigen und fördern. Zudem haben wir Dr. Hartl und Dr. Horwich eingeladen, am 6. April 2007 nach New York zu kommen, um an der Rockefeller-Universität eine Vorlesung zu halten."

Quelle: Wiley-VCH




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