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23.02.2007

Erste wissensbasierte Suchmaschine für medizinische Wissenschaft entwickelt


Obwohl man heutzutage besonders über das Internet Zugang zu einer fast unendlichen Fülle von Informationen hat, ist es nicht leicht, auch gezielt die richtigen Informationen herauszufiltern. Diesem Problem widmet sich die Dresdner Transinsight GmbH, die wissensbasierte Suchtechnologien in enger Kooperation mit der Technischen Universität Dresden entwickelt. Sie stellt nun nach nur sechsmonatiger Entwicklungszeit die weltweit erste wissensbasierte Suchmaschine für die medizinische Wissenschaft, MeSHPubMed, ins Internet.

Die Suchplattform MeSHPubMed.org sucht intelligent und findet damit die gewünschten Resultate viel schneller und präziser als medizinische Standardsuchmaschinen. Die Technologie für die intelligente Suche kam erstmals bei der bekannten Suchmaschine für Molekularbiologen GOPubMed.org, zum Einsatz, die die Transinsight GmbH zuvor mit der TU Dresden entwickelt hatte.

Mediziner werden künftig viel effizienter arbeiten können, haben Sie doch mit MeSHPubMed eine Suchmaschine an der Hand, die die heute 16 Millionen wissenschaftlichen Artikel so sortiert, wie es das Wissensnetzwerk MeSH (Medical Subject Headings, eine Initiative der National Library of Medicine, USA) vorsieht, so Dr. Michael R. Alvers, CEO von Transinsight. Die Suchmaschine erlaube es, die Zeit für die Suche nach relevanten wissenschaftlichen Informationen drastisch zu reduzieren. Eine Suche nach dem tumor suppressor protein (Tumorsuppressorprotein) P53 beispielsweise liefert bei herkömmlichen Web-Suchmaschinen ca. 10 Millionen Artikel und bei medizinischen Standardsuchmaschinen immer noch weit über 40.000 Artikel - eine Anzahl, die ein Nutzer unmöglich durchsuchen kann. Durch die Benutzung von MeSHPubMed können die Suchresultate durch interaktives Navigieren im Wissensbaum der MeSH beispielsweise durch drei Mausklicks auf die hierarchischen Einträge "Diseases (Erkrankungen)" -> "Cardiovascular Diseases (Kardiovaskuläre Erkrankungen)" -> "Heart Diseases (Herzerkrankungen)" so eingeschränkt werden, dass nur noch sechs in diesem Zusammenhang relevante Artikel angezeigt werden. Eine unschätzbare Zeitersparnis, so Alvers weiter.

Prof. Dr. Michael Schroeder, Mitgründer von Transinsight und Professor für Bioinformatik an der Technischen Universität Dresden, ist begeistert, Technologien, die teilweise im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten wie REWERSE, Sealife und EFRE entwickelt wurden, im praktischen Einsatz zu sehen. "Wir sind stolz darauf, Technologien entwickelt zu haben, die eine Schnelligkeit und Präzision erreichen, die heute weltweit von keinem anderen geleistet wird. Unsere ultraschnellen und sehr präzisen Algorithmen führen zu einem enormen Kundennutzen: der bemerkenswerten Verkürzung der Suchzeiten! Bereits zwei Produkte im Einsatz zu haben, ist ein schönes Beispiel für einen gekonnten Wissenstransfer zwischen Universität und Industrie", so Schroeder.

Dass diese Zusammenarbeit so fruchtbar funktioniert, verdankt Transinsight einem Kooperationsvertrag mit der Technischen Universität Dresden. "In Dresden findet man ein Flair wie in Stanford, am MIT in Boston oder in Cambridge", führt Alvers weiter aus. Auf diesem fruchtbaren Boden will die Transinsight GmbH weitere Felder erschließen. Zwei neue Suchplattformen sind schon im Beta-Test. Auch andere Gebiete, wie z. B. die Suche nach Arbeitsplätzen, will die Firma gemeinsam mit einem Partner verwirklichen, denn die Technologie der sortierten Suche ist allgemein und kann auch in nicht-biomedizinischen Gebieten eingesetzt werden.

—> MeSHPubMed

—> GOPubMed

Quelle: idw/Technische Universität Dresden




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