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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

23.02.2006

VDI 2468: Gaschromatographische Messung von Peroxiacetylnitrat (PAN)


Das neue Blatt 7 der Richtlinie VDI 2468 beschreibt ein direktes gaschromatographisches Messverfahren zur Bestimmung von PAN in der Außenluft. Das Verfahren ist anwendbar für die Bestimmung von PAN-Konzentrationen im Bereich von 0,1 ppb bis 50 ppb.

Das überarbeitete Blatt 8 der Richtlinie VDI 2468 beschreibt ein dynamisches Verfahren zum Erzeugen von PAN-Prüfgasen mit Konzentrationen im Bereich von einigen ppb, d. h. den für Immissionsmessungen relevanten Bereich. Das Verfahren beruht auf der Permeation von Aceton in einen Trägergasstrom, der anschließenden photolytischen Spaltung der Acetonmoleküle und der Umsetzung der dabei gebildeten Peroxiacetylradikale mit Stickstoffmonoxid zu PAN.

Mit diesen Richtlinienblättern der Kommisison Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL wird für das im Zusammenhang mit der Erforschung des Photosmogs interessant gewordene PAN ein standardisiertes Messverfahren bereitgestellt.

Peroxiacetylnitrat (PAN) entsteht in der Atmosphäre bei der photochemischen Oxidation von Nichtmethan-Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Stickstoffdioxid. Weil dies die einzige Quelle für PAN ist, stellt es im Prinzip einen besseren Indikator für photochemische Luftverschmutzung dar als Ozon, das unter anderem auch durch Transport aus der Stratosphäre in die Troposphäre gelangt.

Beide Blätter erscheinen in deutsch-englischer Fassung im März 2006 im Beuth Verlag. Die neuen Blätter ersetzen den Entwurf vom Juli 2003 und die Ausgabe vom Juni 1985.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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