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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.10.2006

Jubiläum: Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) 5 Jahre in Betrieb


Die Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) wurde vor fünf Jahren in Betrieb genommen. Seither steht die Großanlage des Paul Scherrer Instituts (PSI) Forschenden aus Universitäten und der Industrie offen. Die SLS ist gegenwärtig die fortschrittlichste Synchrotronlichtquelle der Welt. Sie erzeugt feinste und höchst intensive Lichtstrahlen. Damit können Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen in bisher unerreichte Tiefen des Mikrokosmos vordringen und zum Beispiel die Struktur von Proteinen entschlüsseln oder die Eigenschaften von Supraleitern erkunden. Und das im Größenbereich eines Tausendstelmillimeters.

Im Jahr 2005 haben 830 Wissenschaftler insgesamt 677 Experimente durchgeführt. Die Physiker, Chemiker, Biologen, Umwelt- und Geowissenschaftler stammen hauptsächlich aus der Schweiz und den benachbarten EU-Ländern. Und sie kommen gerne nach Villigen. Das zeigt die Belegung der SLS, die seit dem Start vor fünf Jahren mit vier Strahllinien stetig zugenommen hat. Derzeit sind zehn Strahllinien in Betrieb. Diese Experimentierstationen mit unterschiedlichen Möglichkeiten sind so begehrt, dass die Nachfrage nach Messzeit das Angebot mehrfach übersteigt. Bis ins Jahr 2010 sollen 20 Strahllinien in Betrieb sein.

Der angebotene Strahl ist sehr brillant und äußerst stabil, was bessere Ergebnisse bei den Experimenten ermöglicht. Diese Topqualität basiert auf neuen, vom PSI entwickelten Technologien, die inzwischen oft kopiert werden. Bereits hat sich der Bau der SLS in Form von zahlreichen Forschungsarbeiten ausbezahlt, die in renommierten Fachjournalen publiziert wurden. Auch ETH-Professor Timothy Richmond, der diesjährige Gewinner des Marcel-Benoist-Preises - er gilt als "Schweizer Nobelpreis" -, hat einige seiner komplizierten Chromosomen-Strukturen an der SLS aufgeklärt.

Quelle: Paul Scherrer Institut (PSI)




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