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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.02.2006

Elektroenzymatische Synthesen - "Wie steckt man Eiweiß in die Steckdose?"


Eiweiß begegnet vielen von uns zum Frühstück. Von diesem Eiweiß soll hier nicht die Rede sein, sondern von den vielen anderen Formen von Eiweißen (Proteinen), die in der Natur vorkommen und die als Enzym bezeichnet wird. Enzyme sind heutzutage Werkzeuge der Chemiker geworden, weil sie in der Lage sind, als Katalysatoren chemische Reaktionen gezielt zu beschleunigen. So wie im Abgaskatalysator im Auto der chemische Abbau der schädlichen Abgase vonstatten geht, ohne dass der Katalysator sich dabei verbraucht, können auch Enzyme als Biokatalysatoren wirken. Sie beschleunigen eine chemische Reaktion, ohne sich dabei selber zu verbrauchen. Bereits heute gibt es über 150 industrielle Prozesse, die Enzyme als Biokatalysatoren in der Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien (z.B. für Arzneimittel) nutzen.

Ein großer Vorteil der Enzyme ist Ihre hohe Selektivität in chemischen Reaktionen, insbesondere die sogenannte Enantioselektivität. Es gibt manche chemische Substanzen, die in zwei verschiedenen, optisch aktiven Formen (wie die sogenannten "rechtsdrehende Milchsäure im Joghurt) vorkommen, die sich zueinander verhalten wie Objekt und Spiegelbild. Diese beiden Formen einer chemischen Substanz werden mit (R)- und (S)- bezeichnet.

Quelle: Aktuelle Wochenschau




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