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13.10.2006

Neue Analysemethode für Proteine entwickelt, die Krebs anzeigen


Forscher am Institut für Molekulare Systembiologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) haben eine einzigartige Methode entwickelt, um Proteine zu analysieren, die einen Tumor oder andere Krankheiten anzeigen. Das Messverfahren könnte helfen, die Entwicklung von neuen Wirkstoffen zu beschleunigen.
Die Proteomik hat der Grundlagenforschung bereits zu tieferen Einblicken in den Zellmechanismus verholfen. Für Ergebnisse, die in der Medizin anwendbar sind, müssen die Analysemethoden jedoch noch verbessert werden. So gilt die hohe Anzahl von verschiedenen Proteinen in einer Probe als Hürde für saubere Messergebnisse. Die Methode des Instituts für Molekulare Systembiologie an der ETHZ isoliert die Proteine anhand ihrer Zuckerketten und verringert so die Komplexität der Probe um etwa den Faktor 20. Die Proteine werden danach mit dem Massenspektrometer 4800 MALDI TOF/TOF™ von Applied Biosystems analysiert. Mit den iTRAQ™ Reagenzien gelingt es den Forschern zusätzlich, das Verhältnis der Proteine in mehreren Proben gleichzeitig zu bestimmen.

Dr. Bruno Domon, Leiter der Forschungsgruppe im Institut, erklärt: "Der 4800 Analyzer ist einer von wenigen erwerbbaren Systemen, die die Möglichkeiten von MALDI und MS/MS bieten. Es ist sehr sensibel und verschafft uns Informationen über die molekulare Masse und Aminosäuresequenz von Peptiden sowie eine mögliche Modifizierung nach der Translation. Für quantitative Untersuchungen benutzen wir iTRAQ Reagenzien, deren großer Vorteil darin liegt, gleichzeitig vier Proben in einem Experiment zu bearbeiten, was unseren Durchsatz enorm steigert."

Der Leiter des Instituts Professor Ruedi Aebersold ergänzt: "Wir sind begeistert, mit einem führenden Instrumenten- und Reagenzienhersteller auf dem Gebiet der Proteomik zusammenzuarbeiten. Das erlaubt uns, die Grenzen der Proteomik in den Zusammenhang von scharf umrissenen und wichtigen Fragen, der klinischen und Life Science-Forschung zu setzen."

Quelle: Applied Biosystems




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