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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

02.10.2006

Erste Chemieingenieure vor 40 Jahren verabschiedet


Wiedersehen nach 40 Jahren: Im August 1966 waren sie die ersten 23 Absolventen des Chemieingenieur-Studiums, Ende September 2006 trafen sie sich wieder zum "Homecoming Day", dem jährlichen Ehemaligentreffen an der Europa Fachhochschule Fresenius (EFF) in Idstein. Viel hat sich verändert seither: Aus der ehemaligen Chemieschule ist eine Fachhochschule mit An-Institut geworden, mehr als 1200 Chemieingenieure hat die EFF bis heute ausgebildet.

Vor 40 Jahren hatte das Studium einen festen Lehrplan, der organische und anorganische Chemie, physikalische Chemie, Radiochemie, chemische Verfahrenstechnik und weitere technische Gebiete beinhaltete. Heute können die Studenten im Hauptstudium unter sechs Schwerpunkten wählen: Bioanalytik und Biotechnologie, Lebensmittel- und pharmazeutische Analytik, Werkstoffe und Biomaterialien, Molekulare Biologie, Management und Marketing.

Vom Bunsenbrenner zum Massenspektrometer

Parallel zu den Studieninhalten haben sich auch die technischen Voraussetzungen weiterentwickelt. In den sechziger Jahren war noch Handarbeit gefragt: Präparate mussten zur Massenbestimmung über dem Bunsenbrenner getrocknet werden - von einem Trockenschrank konnten die Studenten träumen. Ganz zu schweigen von einem Massenspektrometer: EFF-Wissenschaftler greifen heute für ihre Analysen auf modernstes Gerät zurück. So ist es jüngst der Forschergruppe um Professor Dr. Thomas Knepper gelungen, über die Kopplung eines Gaschromatographen mit einem Massenspektrometer (GC/MS) Rückstände von Barbituraten in Wasserproben der Mulde nachzuweisen - mehr als dreißig Jahre nach der Kontamination. Knepper leitet das 2004 an der EFF gegründete An-Institut für Bioanalytik, das unter anderem Forschungsprojekte in Verbindung mit der Europäischen Union und im Auftrag der Industrie durchführt.

Studium bietet internationale Perspektiven

Fresenius-Absolventen waren schon vor 40 Jahren gefragt. Viele arbeiteten nach ihrem Studium in der anwendungsorientierten Forschung, einige haben Führungsaufgaben in der Produktion, im Vertrieb, in der Unternehmensberatung oder auch im Bereich der Störfallanalytik und des Brandschutzes übernommen. Andere führte der Berufsweg nach Brasilien und in die USA, als Manager für Degussa und Hoffmann La Roche. Heutige EFF-Studenten machen schon während des Studiums internationale Erfahrungen: Rund 70 Prozent zieht es für ein Praktikum oder die Diplomarbeit nach England, Frankreich, Spanien oder Schweden, aber auch nach Chile, Südafrika, in die USA, nach Japan und Taiwan, um nur einige der Partnerländer zu nennen.

Quelle: Europa Fachhochschule Fresenius




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