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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

18.09.2006

Forschungsprojekt zur Verbesserung der Wasserqualität bei der Flutung ehemaliger Uranerzbergwerke


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat einen Antrag der Wismut GmbH auf Förderung eines Forschungsprojektes zur Verbesserung der Wasserqualität bei der Flutung der ehemaligen Uranerzbergwerke bewilligt. Die beantragten 675.000 Euro wurden vollständig gewährt, wobei der Freistaat Sachsen 50.000 Euro der Summe übernimmt. Wismut wird sich am Forschungsvorhaben mit 450.000 Euro Eigenleistung beteiligen. Damit werden insgesamt rund 1,1 Mio. Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt.

Bei der Flutung der Bergwerke fällt mit Schadstoffen belastetes Wasser an, das in Wasserbehandlungsanlagen gereinigt wird. Wismut ist aufgefordert, bei der Sanierung und anschließenden Flutung der Uranerzbergwerke innovative Verfahren der Schadstoffreduzierung zu entwickeln. Auf der Grundlage einer langjährigen Kooperation mit dem Grundwasserforschungsinstitut (GFI) Dresden bei der wissenschaftlich technischen Vorbereitung der Flutung der Grube Königstein stellte die Wismut GmbH beim Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dem Forschungszentrum Karlsruhe, im Juli 2005 einen Antrag auf Förderung für das Forschungsvorhaben "Nachhaltige Minimierung des langzeitlichen Stoffaustrages aus unterirdischen anorganischen Schadensherden am Beispiel der gefluteten Grube Königstein". Bei dem Vorhaben soll getestet werden, ob durch Zugabe von Eisen und anderen Hilfsstoffen bei der Flutung der Grube die Qualität des Grundwassers wieder in Richtung des Zustandes vor dem Bergbau verbessert werden kann.

Das Forschungsvorhaben dient außerdem als unterstützende Maßnahme der Wasserbehandlung. Das bei der Flutung anfallende schadstoffbelastete Wasser muss über einen langen Zeitraum in Wasserbehandlungsanlagen gereinigt werden, bevor es in die Vorfluter abgegeben werden kann. Durch die Optimierung der Wasserqualität während der Flutung würde sich die Zeit der nachträglichen Behandlung verkürzen und damit die Kosten der konventionellen Wasserbehandlung gesenkt werden.

Quelle: Wismut GmbH


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