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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

07.09.2006

Neuer HIV-Schnelltest in 20 Minuten


Die Schweizer Life-Science-Firma Spinomix hat ein molekulares Messgerät entwickelt, mit dem sich medizinische Tests massiv beschleunigen lassen. Statt 48 Stunden soll man als Patient künftig nur noch 20 Minuten auf eine Laboranalyse warten müssen. Möglich macht dies ein voll automatisiertes Diagnose- und Testgerät, welches etwa so groß ist wie ein Laptop. Mit der so genannten "Magnetphasen-Technologie", welche den Einsatz von flüssigen Mikro-Chips und magnetischen Nanopartikeln kombiniert, können im Blut oder Speichel Krankheitserreger in Echtzeit entdeckt und decodiert werden.

Das Diagnostik-Tool von Spinomix, dessen industrieller Prototyp bis Ende dieses Jahres vorliegen soll, dürfte in Wissenschaft und Forschung sowie bei potenziellen Investoren für großes Interesse sorgen. Bedeutet doch die Erfindung von Spinomix, dass man in Zukunft als Patient auf die Diagnose von Krankheiten wie etwa Aids direkt beim Hausarzt warten kann. Wie Spinomix-Mitinhaber Tomas Svoboda gegenüber pressetext ausführt, rechnen er und sein Partner Amar Rida damit bis zum Sommer 2007 geeignete "Global Players" als Partner gefunden zu haben, um das Gerät seriell zu produzieren. Anvisiert ist ein globaler Markt für Molekulardiagnostik von geschätzten fünf Mrd. Dollar im Jahr 2008. Tomas Svoboda ist zuversichtlich sich einen Teil dieses Kuchens abschneiden zu können. "Wir haben vor den Sommerferien 40 Investoren angesprochen und haben bereits positive Reaktionen." Noch vor Weihnachten soll an der Universität Lausanne und am Kantonspital Genf ein industrieller Prototyp des Messgeräts installiert werden.

Im letzten Juni ist Spinomix für ihre Erfindung mit dem Förderpreis für Jungunternehmen der W.A. de Vigier Stiftung von 100.000 Franken ausgezeichnet worden. Gegründet wurde das Unternehmen im November 2004 als Spinoff der ETH Lausanne.

Quelle: pte.at


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