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31.08.2006

"Hightech-Strategie" der Bundesregierung soll bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen


"Ideen zünden!" ist das Leitmotto der Hightech-Strategie für Deutschland, die Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin vorstellte. Die Hightech-Strategie verfolgt dabei einen neuen Ansatz: Erstmals wurde systematisch über die Ressortgrenzen hinweg eine einheitliche nationale Strategie entwickelt, mit der Deutschland einen europa- und weltweiten Spitzenplatz in den Zukunftsmärkten erreichen soll. "Alle Politikbereiche in Forschung und Entwicklung werden auf dieses Ziel ausgerichtet. Wir schaffen die Rahmenbedingungen für mehr Freiheit, Wagemut und Umsetzungskraft. Im 'Land der Ideen' müssen Ideen auch zünden, Spitzenleistungen in der Forschung müssen rasch zu Produkten werden. Gebündelte Innovationspolitik steht im Zentrum des Regierungshandelns. Nur so wird es uns gelingen, künftigen Wohlstand zu sichern", sagte Schavan.

Die Bundesforschungsministerin setzt darauf, dass die Umsetzung der Hightech-Strategie in erheblichem Umfang neue Arbeitsplätze schaffen wird. "Bei konsequenter Umsetzung können so in den kommenden Jahren bis zu 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze in den Zukunftsbranchen entstehen", sagte Schavan. Ein elementarer Bestandteil der Hightech-Strategie ist der systematische Brückenschlag von der Wissenschaft zur Wirtschaft. Die von Ministerin Schavan berufene und hochkarätig besetzte Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft zu Technologie-Perspektiven für Zukunftsmärkte wird die Umsetzung der Hightech-Strategie begleiten und die enge Kooperation von Forschungsinstitutionen und Unternehmen fördern.

Bis zum Jahr 2009 wird der Bund insgesamt 14,6 Milliarden Euro für Hightech investieren. Teil davon ist das zusätzliche Sechs-Milliarden-Programm, mit dem die Bundesregierung ein klares Signal für die Priorität von Forschung und Entwicklung gesetzt hat. "Diese Investitionen sind eine enorme Schubkraft. Damit kommen wir dem Ziel einen großen Schritt näher, bis 2010 den Anteil von Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt auf drei Prozent zu heben. Der Bund leistet seinen Teil dazu, nun sind die Länder und die Wirtschaft am Zuge", hob die Bundesforschungsministerin hervor.

Die Hightech-Strategie beinhaltet fünf Querschnittsbereiche: Enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Steigerung des privaten Innovationsengagements, gezielte Verbreitung von Spitzentechnologien, Internationalisierung von Forschung und Entwicklung sowie Talentförderung. "Wir wollen Talente und Begabungen in allen Bereichen fördern, von den Natur- und Technik- bis zu den Geisteswissenschaften, vor allem auch den Nachwuchs", betonte Schavan.

Beispiele für die Querschnittsaktivitäten sind die Einführung der Forschungsprämie für Aufträge kleiner und mittlerer Unternehmen an Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die Gründungsförderung für neue Hightech-Unternehmen sowie die Begabtenförderung.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)




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