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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

21.06.2006

Photonik-Industrie 2006 mit starkem Wachstum


Nach einem erfolgreichen Jahr 2005 rechnen die deutschen Hersteller von Lasern und Optischen Komponenten auch in 2006 mit deutlich steigenden Umsätzen. Beim Inlandsumsatz wird ein Zuwachs von rund 5 Prozent auf einen Wert von knapp 1,6 Milliarden Euro erwartet. Für das Auslandgeschäft prognostizieren die Unternehmen eine Steigerung um etwa 8 Prozent auf einen Wert von über 3,5 Milliarden Euro. Die Exportquote läge damit erstmalig bei 69 Prozent und auch der Gesamtumsatz der rund 370 Betriebe würde mit einem Wert von über 5,1 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreichen.

Nicht nur aktuell zeigt sich ein positiver Branchentrend. Auch für die kommenden fünf Jahre prognostizieren die Firmen ein jährliches Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent. Aufgrund dieser Entwicklung rechnen die Unternehmen mit klar positiven Impulsen für die Beschäftigungssituation der Branche. So wird für das laufende Jahr ein Beschäftigungszuwachs von rund 3 Prozent auf etwa 44.000 Mitarbeiter erwartet. Die positive Branchenentwicklung basiert dabei maßgeblich auf der hohen Innovationskraft der Branche. Mit rund 11 Prozent liegt der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz (F&E-Quote) deutlich über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (weniger als 5 Prozent). Fast 20 Prozent der Beschäftigten sind im F&E-Bereich tätig. Dies zeigt, dass die Unternehmen den Erhalt und Ausbau des Wissensvorsprungs als zentralen Erfolgsfaktor für die internationale Konkurrenzfähigkeit und damit für die Zukunftsfähigkeit der mittelständisch geprägten Branche erkannt haben.

Die Industrie für Laser und Optische Komponenten weist dabei als Keimzelle und Teilmarkt der Zukunftsbranche Optische Technologien ein besonderes Marktpotenzial auf. So liegt der Weltmarkt für Optische Technologien bei über 150 Milliarden Euro. Mehr als 100.000 Beschäftigte sind alleine in Deutschland in diesem Bereich tätig. Den Beschäftigungseffekt entsprechend der Hebelwirkung der Branche kann man angesichts der Tatsache erahnen, dass bereits heute ca. 15 Prozent der Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe durch Optische Technologien beeinflusst werden. Nach allgemeinen Schätzungen hält die deutsche Industrie bei den Optischen Technologien einen Weltmarktanteil von rund 25 Prozent. Bei den Laserstrahlquellen für die Materialbearbeitung liegt dieser Anteil sogar bei 40 Prozent. Das hohe Potenzial der Optischen Technologien liegt darin begründet, dass deren Anwendungsfelder selbst Zukunftsmärkte sind. Wichtige Bereiche sind dabei unter anderem die Materialbearbeitung/ Produktionstechnik, die Medizintechnik inklusive Biophotonik, die Optische Messtechnik, Sensorik und Bildverarbeitung, der Bereich Beleuchtung, Displays und Projektionssysteme sowie Optische Technologien im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien oder Fototechnik & Fernoptik.

Mit der positiven Prognose für 2006 knüpft die deutsche Industrie für Laser und Optische Komponenten nahtlos an das Ergebnis des Vorjahres an. Im Jahr 2005 lag der Gesamtumsatz der Branche mit einem Wert von 4,8 Milliarden Euro um 6,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Inlandsumsatz erreichte mit einem Plus von 1,8 Prozent einen Wert von 1,5 Milliarden Euro. Im Ausland konnten die Firmen ihren Umsatz sogar um 9,5 Prozent steigern und erwirtschafteten damit einen Auslandsumsatz in Höhe von 3,3 Milliarden Euro. Die Exportquote lag bei 68 Prozent. Der positiven Gesamtentwicklung entsprechend lag auch die Beschäftigtenzahl in den 364 Betrieben mit 42.660 Mitarbeitern über dem Wert des Jahres 2004 (+3,7 Prozent).

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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