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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.06.2006

"Lab Innovation Center": Das Labor der Zukunft


DNA-Analyse auf Knopfdruck, unsichtbare Blutspuren erstrahlen im ultraviolettem Licht und das Massenspektrometer identifiziert eine Substanz an den Handgelenken des Opfers - der eigentliche Star der amerikanischen Kultserie "CSI" ist das High-Tech-Labor der Ermittler. Ist die Laborwelt im Fernsehen reine Science-Fiction oder tatsächlich schon Realität?

Zweifellos birgt der technische Fortschritt enorme Potenziale für Labore. Diese werden im Fraunhofer-Verbundprojekt "Lab2020" gemeinsam mit Partnern aus der Industrie ausgelotet: Ziel des Projekts ist es, die Zukunft von Laborarbeit zu erforschen und ganzheitliche Laborumgebungen für die Life Sciences zu entwickeln - den Schlüsselinnovationsfeldern des 21. Jahrhunderts.

Um die Theorie in die Praxis umzusetzen, haben die Institute ein Labor der Abteilung Zellsysteme des Fraunhofer IGB um- bzw. aufgerüstet. Entstanden ist das "Lab Innovation Center" (LIC), eine Testumgebung für neue Arbeitsweisen und Technologien. Das so genannte "In-Lab-System" umfasst beispielsweise flexible, modulare und adaptierbare Laboreinrichtungssysteme. Diese gewährleisten die optimale Versorgung mit Gasen, Wasser und Strom sowie die Entsorgung von Abluft bzw. Abwasser.

Technische Innovationen optimieren die Prozesse und steigern die Performanz: Im LIC zeigt ein so genanntes Information Board ständig die Auslastungsparameter und Reservierungen der Laborgeräte an. Arbeitsanweisungen und Neuigkeiten von allgemeinem Interesse informieren die Forscher und Laboranten jederzeit über ihr Arbeitsumfeld. Außerdem dient das Information Board auch dazu, dem Team über das Touchscreen der Tablet PCs Daten zu zeigen und diese zu diskutieren. Letztendlich fungiert es somit auch als elektronisches Whiteboard.

Um die Material- und Probenlogistik zu unterstützen, wird RFID-Technologie - sprich Funkerkennung - zum Einsatz kommen. Im elektronischen Laborbuch werden automatisch Labordaten eingelesen. Den Kollegen steht dadurch ein Tool zum umfassenden Knowledge Management zur Verfügung: Sie können so strukturiert Daten einsehen und vergleichen sowie vereinfacht Protokolle und Abschlussberichte erstellen und diese freigeben. Diese Funktionalitäten werden unter dem Begriff "Smart Lab" zusammengefasst und unterstützten die Entwicklung zum vernetzten und papierreduzierten Labor.

Quelle: idw/Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)




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