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16.03.2006

Preise für hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Massenspektroskopie verliehen


Gleich zwei ehemalige Doktoranden von Prof. Dr. Helmut Schwarz vom Institut für Organische Chemie der TU Berlin werden für ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit hohen Auszeichnungen geehrt.

Prof. Dr. Christoph Schalley, heute Professor für Organische Chemie an der FU Berlin, wird mit dem Mattauch-Herzog-Preis ausgezeichnet. Vergeben wird dieser mit 12.500 Euro dotierte Preis durch die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS). Stifter des Preises ist die Firma Thermo Electron, Bremen. Geehrt werden hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Massenspektroskopie. Der Mattauch-Herzog Preis ist nach Josef Mattauch und Richard Herzog benannt, die wesentliche Grundlagen der massenspektroskopischen Ionenoptik erarbeiteten und 1934 ein neuartiges Massenspektrometer vorgestellt haben, dessen Ionenoptik unter dem Namen Mattauch-Herzog-System weltweit bekannt wurde.

Prof. Dr. Christoph Schalley wird für seine Untersuchungen nicht-kovalent gebundener Komplexe mittels Massenspektrometrie ausgezeichnet. Sowohl in der Natur als auch in den Materialwissenschaften spielen nicht nur starke, kovalente Bindungen (Atombindungen) eine Rolle, die einzelne Atome zu Molekülen verbinden, sondern auch schwache Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Molekülen. Um diese intermolekularen Kräfte besser zu verstehen, überführt Christoph Schalley mit seiner Arbeitsgruppe die Komplexe in das Hochvakuum eines Massenspektrometers, um sie dort ohne den Einfluss aus der Umgebung als isolierte Teilchen untersuchen zu können.

Dr. Jessica Loos erhält den Wolfgang-Paul-Studienpreis für ihre Dissertation, die sie am Institut für Organische Chemie der TU Berlin geschrieben hat. Auch diese Auszeichnung wird durch die DGMS vergeben und ehrt Diplom- und Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Massenspektrometrie. Stifter des mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preises ist die Firma Bruke-Daltronic GmbH. Doktorarbeiten sind mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis erinnert an Prof. Wolfgang Paul, der für seine grundlegenden Arbeiten zur Ionenfalle und ionenoptische Geräte den Nobelpreis 1989 erhielt.

Beide Preise wurden auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) vergeben, die zwischen dem 5. und 8. März 2006 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfand.

Quelle: idw/Technische Universität Berlin




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