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21.03.2005

Kosteneffizienz und Innovation bringen In-Vitro-Diagnostik auf Wachstumskurs


Laut einer aktuellen Analyse von Frost & Sullivan gehen die Zeiten, in denen die In-Vitro-Diagnostik (IvD) unterschätzt wurde, dem Ende zu. Mit einem erweiterten Anwendungsbereich - von der reinen Diagnostik hin zu Behandlungen im allgemeinen Gesundheitswesen - positioniert sich die IV-Diagnostik neu. Während im Jahr 2003 die Umsätze im europäischen Markt circa 5,75 Milliarden US-Dollar betrugen, werden sie bis 2010 auf 9,8 Milliarden US-Dollar anwachsen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 7,9 Prozent. Die höchsten Umsätze generieren dabei die Ländermärkte Deutschland, Italien und Frankreich.

"Im Gesundheitswesen beginnt man zu verstehen, dass IvD-Tests aufgrund frühzeitiger und genauerer Diagnose sowie kontinuierlicher Patientenbeobachtung eine zentrale Rolle bei der Verbesserung der Gesamtwirtschaftlichkeit und der Behandlungserfolge spielen," erläutert Frost & Sullivan Industry Manager Alex Wong.

Allerdings gibt es noch immer Skeptiker, die das Leistungsvermögen der IV-Diagnostik bei der Behandlung von Patienten anzweifeln. Den Irrglauben auszuräumen, dass In-Vitro-Diagnostik eine reine Kostenstelle und belanglos für direkte Behandlungen ist, erweist sich als schwierig. "Große Labore sträuben sich, in neue, häufig hochpreisige IvD-Tests zu investieren, die möglicherweise eine neue Standardisierung ihrer Verfahrensmethoden erforderlich machen," erklärt Wong. "Die IvD-Anbieter müssen die Kostenvorteile beim Gebrauch stärker herausstellen."

Langzeitstudien zur Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beweisen, dass die Vorteile der IvD-Tests in Form von optimierter Patientenbetreuung alle Bedenken hinsichtlich der Kosten aufwiegen. Mehrere Fallstudien zur Arzneimittelüberwachung haben gezeigt, dass Behandlungen auf der Grundlage von IvD große finanzielle und therapeutische Vorteile mit sich bringen.

Trotz der zunehmenden Popularität von IvD sehen sich die Anbieter mit Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen sowohl steigende Anforderungen an Beschriftungen und Betriebsanleitungen, die seit der Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 mehrsprachig sein müssen, wie auch Investitionen in Forschung, Entwicklung und Marketing. Die Marktteilnehmer müssen ihre eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nunmehr um strategische Partnerschaften mit Universitäten, Kliniken und Branchenneulingen ergänzen, um innovative Ideen zu entwickeln und die Zahl der potenziellen Targets für die klinische Diagnostik zu erhöhen.

"IvD-Anbieter können bei der Entwicklung von Tests und der Identifizierung des möglichen Patientenstammes auch mit Pharmaunternehmen zusammenarbeiten," sagt Wong. "Anschließend können Diagnosetests zusammen mit den passenden Therapeutika eingesetzt werden."

Trotz der Herausforderungen haben die IvD-Anbieter und Investoren guten Grund, mit Optimismus in die Zukunft zu sehen. Molekularbiologie, Koagulation und Haematologie stellen dabei die attraktivsten Bereiche dar, die mit neuen Entwicklungsmöglichkeiten locken. "Das Gesundheitswesen wird wahrscheinlich kostenbewußt bleiben, aber wenn IvD-Anbieter zukünftig wirklich erfolgreich sein wollen, müssen sie über die Kosten hinwegsehen und alles darangeben, um den Markt und die medizinischen Anforderungen vollständig zu erschließen," schließt Wong.

Zu den wichtigsten Wettbewerbern im europäischen Markt für In-Vitro-Diagnostik zählen Abbott Diagnostics, Bayer Diagnostics, Beckman Coulter, Dade Behring und Roche Diagnostics, die zusammen fast 60 Prozent des Markets inne haben.

Quelle: Frost & Sullivan




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