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09.12.2005

Vergütungsstudie: "Führungs- und Fachkräfte im Bereich Pharma/Life Sciences 2005"


Führungskräfte in den Branchen Pharma und Biotechnologie können von 50.000 bis über 150.000 Euro verdienen. Die Spannbreite bei Fachkräften reicht von 40.000 bis 100.000 Euro. Dabei stiegen die Gehälter im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 3,1 Prozent. Unternehmensgröße, Wirtschaftszweig, Ertragslage, Alter und Geschlecht sind bestimmende Faktoren für die Gehaltshöhe. Frauen werden zum Beispiel in den meisten Positionen schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Verdient eine männliche Fachkraft durchschnittlich 63.000 Euro (Fachkraft im Außendienst), beträgt das Salär der weiblichen Kollegin in der gleichen Position lediglich 57.000 Euro. Dies sind Ergebnisse der Studie "Vergütung Führungs- und Fachkräfte im Bereich Pharma/Life Sciences 2005" angefertigt von der Managementberatung Kienbaum. "Zunehmender Wettbewerbsdruck und voranschreitende Globalisierung haben zur Folge, dass der Konsolidierungstrend in der Pharma-Branche anhält. Um dem starken Wettbewerbsdruck bei gleichzeitig hohen Innovationsanforderungen standzuhalten, sind engagierte und qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Unternehmen - mit entsprechender Auswirkung auf die künftige Gehaltsentwicklung. Dabei können gute Mitarbeiter im Rahmen variabler Vergütungssysteme deutlich mehr verdienen als in der Vergangenheit", sagt Christian Näser, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kienbaum.

Größe des Unternehmens bestimmt Höhe des Gehalts

An der Studie beteiligten sich 50 Unternehmen der Pharmabranche und 25 Unternehmen der Agro-, Bio- und Gentechnologie. Die Unternehmen meldeten insgesamt Angaben zu 2.386 Positionen. Bei Führungskräften ist die Unternehmensgröße einer der wesentlichen Bestimmungsfaktoren der Gehaltshöhe. Je größer das Unternehmen - gemessen an Umsatz oder Beschäftigtenzahl - desto höher die Bezüge. Die Spannbreite zwischen kleinen und großen Unternehmen kann vor allem bei Führungskräften erheblich sein. Ein medizinisch-wissenschaftlicher Leiter verdient in einem Unternehmen mit bis zu 25 Mio. Euro Umsatz pro Jahr im Durchschnitt 82.000 Euro, während sein Kollege in einem Unternehmen, das über 500 Mio. Euro umsetzt, 159.000 Euro verdienen kann.

Der Ort entscheidet

Der Firmensitz kann ebenfalls einen großen Einfluss auf die Vergütung ausüben. Insbesondere in den Ballungsräumen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern wird überdurchschnittlich hoch vergütet. Fach- und Führungskräfte können in diesen Regionen Deutschlands ein bis zu zehn Prozent höheres Gehalt verdienen, während in den östlichen Bundesländern mit minus 20 Prozent deutlich unter dem Mittelwert entlohnt wird.

Immer mehr Unternehmen vergüten variabel

Trotz der allgemein noch schwachen Konjunktur, sind Fach- und Führungskräfte gerade in der Zukunftsbranche Biotechnologie weiter stark nachgefragt. "Die variable Vergütung ist zum einen ein wichtiger Hebel, um Leistungsträger durch eine entsprechende Vergütung langfristig zu binden. Zum anderen verknüpft ein variables Vergütungssystem Unternehmenserfolg mit der Leistung des Mitarbeiters und sorgt für größere Motivation und eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen", sagt Christian Näser.

Das Jahresgrundgehalt bildet mit durchschnittlichen 88.000 Euro (Führungskräfte) und mit 56.000 Euro (Fachkräfte) die Basis der Vergütung der Mitarbeiter im Bereich Pharma/Life Science. Zusätzlich zum Festgehalt erhalten in beiden Branchen 93 Prozent der Außendienstleiter einen variablen Gehaltsanteil. Insgesamt wird auf der ersten Führungsebene durchschnittlich 83 Prozent der Manager ein variabler Anteil gezahlt. Neben den monetären Gehaltskomponenten sind Zusatzleistungen wie der Firmenwagen ein wichtiger Faktor der Mitarbeiterbindung. Im Außendienst beider Branchen liegt die Verbreitung dieser zusätzlichen Leistung bei 98 Prozent, in allen übrigen Funktionen deutlich niedriger. Insgesamt fahren 93 Prozent der Fach- und 70 Prozent der Führungskräfte einen Dienstwagen.

Quelle: Kienbaum & Partner




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