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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.11.2005

Biologische Messverfahren zur Ermittlung und Beurteilung der Wirkung von Luftverunreinigungen auf Flechten


Die Richtlinie VDI 3957 Blatt 13 stellt ein standardisiertes Verfahren zur Bestimmung der Flechtendiversität (Artenvielfalt) auf Baumrinden vor. Die Diversität von Flechten ist ein ausgezeichneter Indikator für die Umweltbelastung durch saure oder eutrophierende Luftverunreinigungen, da Flechten relativ schnell auf eine Veränderung der Luftgüte reagieren. Die Ergebnisse der Kartierung werden in Karten dargestellt, in denen Zonen mit unterschiedlicher Diversität eingezeichnet sind.

Die Verteilung der Zonen erlaubt Rückschlüsse auf Luftgütegradienten im Untersuchungsgebiet. Die Methode ist auch geeignet, die Veränderungen der Flechtenvegetation im zeitlichen Verlauf zu beobachten.

Denn Flechten können städtische und industrielle Gebiete - nach ihrem Rückzug in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts - innerhalb weniger Jahre wieder besiedeln, wenn sich die Luftgüte verbessert hat. In vielen Gegenden Deutschlands und Europas wurde dies bereits beobachtet, u.a. am Beispiel der empfindlichen Lungenflechte (Lobaria pulmonaria).

Hrsg.:
VDI Verein Deutscher Ingenieure,
Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL
Ausgabedatum: Dezember 2005

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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