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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

15.09.2005

Weltweit größte Erzeugungsanlage für Pharmawasser in Betrieb genommen


Gemeinsam mit Wilhelm Dietzel, dem Hessischen Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, nahm heute Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr die neue Pharmawasser-Erzeugungsanlage im Industriepark Höchst im Rahmen einer offiziellen Feier in Betrieb. Damit ist die seit rund zehn Jahren laufende Modernisierung der Pharmawasser-Versorgung im Industriepark abgeschlossen. Knapp 20 Millionen Euro hat Infraserv Höchst in das Projekt investiert. Zusammen mit dem in 2000 fertig gestellten speziellen Verteilsystem für Pharmawasser ist die Anlage die größte ihrer Art weltweit. Sie trägt dazu bei, den Kunden am Standort, allen voran dem Pharmaunternehmen sanofi-aventis, eine gleich bleibend hohe Wasserqualität für die pharmazeutische Fertigung zu liefern und gleichzeitig den Verbrauch an Grundwasser erheblich zu reduzieren.

"Die Verantwortung für den Schutz der Ressource Grundwasser ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir alle mit Engagement verfolgen müssen. Hohe Qualität und garantierte Quantität verbunden mit der Eigenverantwortung für den richtigen Umgang mit Wasser bilden eine verlässliche Grundlage hessischer Wasserwirtschaftspolitik", so der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel in seiner Begrüßungsrede.

Die Wassernutzung eines durch pharmazeutische und chemische Produktionen geprägten Standortes ist sehr hoch, da Wasser der wichtigste Energieträger zum Kühlen und Heizen und das wichtigste Lösungs- und Reinigungsmittel in der Produktion ist. 400 Millionen Kubikmeter Wasser werden im Industriepark Höchst jährlich genutzt, das entspricht etwa einem Zehntel des jährlichen Trinkwasserbedarfs der Stadt Frankfurt. Etwa 96 Prozent davon werden aus Mainwasser gedeckt, zum Teil speziell aufbereitet und dabei mehrfach verwendet. Nur etwa ein Prozent des benötigten Wassers stammt aus Grundwasser. Dies ist mit der neuen Erzeugungsanlage für Pharmawasser und dem dazu gehörenden Verteilsystem möglich geworden. Durch die separate Erzeugung und Verteilung dieses hochreinen Wassers können alle anderen, im Industriepark benötigten Wassersorten aus Flusswasser gewonnen und in unabhängigen Systemen verteilt werden.

Pharmawasser ist ein "gereinigtes Wasser" und wird im Industriepark von dem Pharmaunternehmen sanofi-aventis, dessen Gemeinschaftsunternehmen mit Pfizer, Diabel, ebenso wie von Sandoz und Nutrinova für die Produktion und Fertigung von Arzneimitteln und Lebensmittelzusatzstoffen verwendet. Als Rohwasser für seine Erzeugung dient Trinkwasser oder als solches aufbereitetes Grundwasser. In einem mehrstufigen Prozess wird dieses Trinkwasser dann von allen Salzen befreit und der Gehalt organischer Substanzen auf kaum noch messbare Werte reduziert. Am Ende der Aufbereitungskette entspricht das Wasser den strengen Anforderungen des europäischen und amerikanischen Arzneibuchs.

Der Aufwand für die Qualitätssicherung von Pharmawasser ist demnach vergleichsweise hoch. Das neue Erzeugungs- und Verteilsystem von Infraserv Höchst ist das größte seiner Art weltweit und bezüglich Dimensionierung, Materialien, der Fertigungs- und der Verfahrenstechniken auf dem neuesten Stand der Technik. So ist sichergestellt, dass hier nicht nur die gesetzten und vorgeschriebenen Standards der Pharmawasserqualität gehalten, sondern zukunftsweisend übertroffen werden.

"Wir sehen in diesem Projekt einerseits einen weiteren Baustein zur Sicherung unserer Standortattraktivität, zum andern aber auch einen Vertrauensbeweis der hier produzierenden Unternehmen, die in diesem Projekt eng mit uns zusammen gearbeitet haben", so Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr in seiner Begrüßungsrede. "Die Erzeugung und Bereitstellung von "gereinigtem Wasser" für die pharmazeutische Produktion und Fertigung stellt immerhin eine Schlüsselfunktion im Hinblick auf Produktions- und Inspektionssicherheit für unsere Kunden dar."

Quelle: Infraserv Höchst




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