Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

08.09.2005

Kienbaum-Vergütungsstudie 2005 "Leitende Angestellte"


Leitende Angestellte in Deutschland verdienen im Durchschnitt 105.000 Euro. Damit hat sich das Gehalt im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 2,5 Prozent erhöht. Jedoch fällt die Gehaltssteigerung geringer aus als im Jahr zuvor. 2004 und auch 2003 steigerte sich das Gehalt noch um 3,3 Prozentpunkte. Die Spannbreite der Jahresgesamtbezüge von Führungskräften ist außerordentlich groß. Sie reicht in Einzelfällen von 30.000 Euro bis 500.000 Euro. Die Mehrzahl aller Führungskräfte (55 Prozent) verdient zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Dies sind Ergebnisse der branchenübergreifenden Vergütungsstudie 2005 "Leitende Angestellte", durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum. 86 Prozent der Befragten gaben an, dass die Vergütungspolitik die Leistungs- und Erfolgsorientierung verstärken soll; für 60 Prozent dient Vergütung als Motivationsfaktor. "Ein zunehmend wichtiger Steuerungshebel der Unternehmen ist die variable Vergütung. Die Verbindung von Unternehmenserfolg und Vergütung schafft Identifikation der Führungskraft mit dem Unternehmen und der Aufgabenstellung. Aktuell nutzen 85 Prozent der befragten Unternehmen dieses strategische Instrument der Unternehmensführung", sagt Christian Näser, Projektleiter der Studie. Bei 6 Prozent dieser Tantiemenberechtigten ist im Jahr 2004 der variable Anteil wegen Nichterreichung der Ziele nicht zum Tragen gekommen. Für die Führungskräfte, die einen variablen Anteil erhielten, ergab sich eine durchschnittliche Zahlung von 21.600 Euro.

Mit dem Alter steigt das Gehalt

Grundlage der Vergütungsstudie bildet eine Fragebogenerhebung, an der sich 4.837 Führungskräfte der 1. und 2. Ebene aus 432 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft beteiligten. Die teilnehmenden Firmen beantworteten Fragen über Unternehmen, Funktion, Grundgehalt, variable Vergütung und betriebliche Zusatzleistungen. Die Altersstruktur der Führungskräfte der deutschen Wirtschaft hat sich seit Jahren kaum verändert: Führungskräfte der 1. Ebene sind im Durchschnitt 48 Jahre, Führungskräfte der 2. Ebene 47 Jahre alt. Zwischen Alter und Vergütung besteht ein eindeutiger Zusammenhang. Verdient ein 30jähriger Manager als Abteilungsleiter in einem Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten 62.000 Euro, so bekommt sein 60jähriger Kollege 78.000 Euro.

Deutlich mehr mit Doktortitel

Das Qualifikationsniveau steigt in der Regel mit der Stellung der Führungskraft in der Unternehmenshierarchie. So zählen Führungskräfte zu einer sehr hoch qualifizierten Berufsgruppe, in der 73 Prozent der 1. Ebene und 58 Prozent der 2. Ebene Absolventen einer Hoch- bzw. Fachhochschule sind. Die Anzahl der Haupt- und Realschüler nimmt mit steigender Unternehmensgröße tendenziell ab. Neun Prozent aller Führungskräfte haben promoviert und verdienen weitaus besser als ihre Kollegen ohne Doktortitel. Während diplomierte Abteilungsleiter durchschnittlich 93.000 Euro erhalten, kommen Abteilungsleiter mit Promotion auf 106.000 Euro.

Führung ist Männersache

Der Prozentsatz weiblicher Führungskräfte hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Aktuell werden durchschnittlich lediglich zehn Prozent der oberen Führungspositionen in Unternehmen von Frauen bekleidet. Zwar hat sich der prozentuale Anteil im Vergleich zu vor zehn Jahren verdoppelt, jedoch sind Frauen bei einem Anteil von 50 Prozent an allen Erwerbstätigen damit im Management stark unterrepräsentiert. Mit einem Anteil von 32 Prozent sind weibliche Führungskräfte noch am häufigsten in der Bilanzbuchhaltung anzutreffen.

Quelle: Kienbaum & Partner




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: