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08.07.2005

Statistik der Chemiestudiengänge: Wirtschaftschemie und Biochemie im Aufwärtstrend


Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat wie in den Vorjahren auch für 2004 umfangreiche statistische Daten zu den Chemiestudiengängen von den Hochschulen erbeten. Die Ergebnisse der Umfrage, die Statistik der Chemiestudiengänge, hat die GDCh soeben veröffentlicht. Aus der Statistik geht u.a. hervor, dass sich bereits 16 Prozent der Studienanfänger im Fach Chemie und 42 Prozent der Studienanfänger im Fach Biochemie in einem Bachelor-Studiengang eingeschrieben hatten, während Bachelor- und Masterabschlüsse zahlenmäßig gegenüber Diplom und Promotion noch nicht ins Gewicht fielen. Die Zahl der von der Industrie eingestellten Absolventen nahm weiter ab.

An deutschen Universitäten begannen im Vorjahr 5006 Anfänger ihr Diplom-Chemie-Studium. Dazu kamen 957 Anfänger in einem Bachelor-Studiengang, so dass die Summe der Chemieanfänger bei 5963 Personen lag (Vorjahr 6381). Der Anteil weiblicher Studienanfänger in der Chemie lag bei 46%. Die Gesamtzahl der Chemiestudierenden betrug 25266 Studenten, darunter 2010 in Bachelor-Studiengängen, 337 in Masterstudiengängen und 5112 Doktoranden. Zusätzlich waren insgesamt 572 Studierende, davon 136 Studienanfänger, im Studiengang Wirtschaftschemie immatrikuliert. Der Anteil ausländischer Studierender lag im Diplom-Studiengang bei 15%, im Bachelor-Studiengang bei 11% und im Master-Studiengang bei 64%. Auffällig war der hohe Ausländeranteil von 27% unter den Doktoranden. Offensichtlich kommen in erster Linie fortgeschrittene ausländische Studierende nach Deutschland, um ein Master-Studium oder eine Promotion zu absolvieren.

2004 bestanden 1669 Studierende das Vordiplom in Chemie und 46 in Wirtschaftschemie (Vorjahr 1506+28). 78 Studierende beendeten ihr Bachelor- und 52 das Master-Studium. Die Zahl der Diplomprüfungen stieg von 969 deutlich auf 1128. Die Anzahl der Promotionen sank von 1394 auf 1303. Über 20% der promovierten Absolventen kam aus dem Ausland. Der Anteil der Studentinnen betrug beim Vordiplom 42%, beim Diplom 35% und bei der Promotion 27%.

Die durchschnittliche Studiendauer bis zum Diplom einschließlich der Diplomarbeit betrug 11,9 Semester, bis zur Promotion 20,4 Semester. Die Medianwerte lagen bei 10,7 und 19,4 Semestern. (Der Medianwert, gibt an, im wievielten Semester 50% der Studierenden die Prüfung abgelegt haben.)

Der größte Teil der Diplom-Chemiker (90%) schloss wie in den Vorjahren unmittelbar an den Diplom-Abschluss die Doktorarbeit an. Von den promovierten Absolventen wurden 29% in der Chemischen Industrie eingestellt. Im Vorjahr hatte dieser Wert bei 32% gelegen. 10% fanden eine Anstellung in der übrigen Wirtschaft und 19% der Chemiker gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, in den meisten Fällen zu einem Postdoc-Aufenthalt. 19% betrug der Anteil derjenigen, die eine zunächst befristete Stelle im Inland annahmen und 6% der Absolventen blieben nach der Promotion im Forschungsbereich an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut. 4% kamen im öffentlichen Dienst unter, jeweils 1% nahm ein Zweitstudium auf oder wurde freiberuflich tätig. 12% der promovierten Absolventen (Vorjahr 10%) waren zum Zeitpunkt der Umfrage stellensuchend. (Dieser Wert sinkt aus statistischen Gründen kaum unter 5%.) Fast alle Bachelor-Absolventen, deren Verbleib bekannt war, nahmen ein Master-Studium auf und fast alle Master-Absolventen begannen eine Promotion.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)




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