Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.07.2005

Forschungsbericht: Expositionszielgrößen hinsichtlich chronischer Toxizität


In der Datenbank IUCLID wurden zirka 170 Stoffe recherchiert, für die kein MAK-Wert existiert und die nicht als mutagen, kanzerogen oder reproduktionstoxisch der Kategorie 1 oder 2 eingestuft sind, für die jedoch Eintragungen zu mehr als eintägigen Inhalationsversuchen vorhanden sind. Neunundneunzig dieser Stoffe konnten in vier Klassen der chronischen Toxizität eingeteilt werden. Dazu wurden in Anlehnung an das ARW-Konzept so genannte Expositionszielgrößen abgeleitet. Die Zuordnung der Stoffe zu den Klassen chronischer Toxizität gemäß IUCLID-Daten wurde mit der Zuordnung der Stoffe zu den Hazard Bands des britischen Maßnahmensystems COSHH Essentials - aufgrund der R-Sätze - verglichen. Für ungefähr zwei Drittel der Stoffe ist die Aussagesicherheit der Expositionszielgröße und der Zuordnung zur Toxizitätsklasse wegen wenig befriedigender Ausgangsdaten eingeschränkt. Trotz der Unsicherheiten zeigte die Auswertung, dass im Sinne des Gesundheitsschutzes für einfache Maßnahmenkonzepte nicht nur R-Sätze, sondern weitere toxikologische Informationen, z.B. in Form von Expositionszielgrößen, herangezogen werden sollten, falls die Aufstellung und Überwachung von Grenzwerten unpraktikabel ist.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: