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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.06.2005

Partikelzählung zur Erfassung von Schimmelpilzen in der Arbeitsplatzatmosphäre


Die statistischen Beziehungen zwischen Staubpartikel- und Schimmelpilz- Konzentrationen in den Sortierkabinen von Wertstoffsortieranlagen (WSA) und Biokompostierungsanlagen (BKA) wurden in Reihenuntersuchungen mit der Korrelierten Partikelzählung (KPZ) bestimmt. Ziel der Untersuchungen war es, ein einfach zu handhabendes, schnelles und auch kostengünstiges Verfahren zur Quantifizierung von Schimmelpilzen in der Arbeitsplatzatmosphäre über Staubpartikelzählung zu entwickeln. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die statistischen Beziehungen zwischen den gemessenen Konzentrationen bestimmter Partikel-Größenfraktionen des einatembaren (E-) Staubs und Schimmelpilzen in WSA nahezu konstant sind. Die indirekte Bestimmung der Schimmelpilz-Konzentrationen über Partikelmessungen ist möglich. Eine Messstrategie für die Überprüfung von Schutzmaßnahmen mit der KPZ wurde erarbeitet.

Bei den Langzeitversuchen in BKA wurden sehr große Schwankungen im Schimmelpilzgehalt des E-Staubes nachgewiesen. Diese Schwankungen waren praktisch immer auf unzureichende Betriebsorganisation und auf Partikelemissionen aus dem Anlieferungsbereich auf Grund von völlig heterogen zusammengesetztem oder schon stark verrottetem Material, z.B. wegen zu langer Lagerzeiten, zurückzuführen. Bei verbesserter Betriebsorganisation und minimierten Immissionen ist die KPZ auch in BKA zur Darstellung des Verlaufes der Schimmelpilzkonzentrationen in der Luft geeignet. Zur Bestimmung der Kenndaten der KPZ in BKA sind weitere Untersuchungen notwendig.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)




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