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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

13.05.2005

Plutoniumlager in Hanau fast vollständig geräumt


Die Staatliche Verwahrung in Hanau, jahrzehntelang ein Symbol für Altlasten der Atomenergie, ist jetzt fast vollständig geräumt. Unter Verantwortung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) wurden jetzt die letzten unbestrahlten radioaktiven Brennelemente aus dem Spaltstoffbunker Hanau abtransportiert. Insgesamt kostet die Entsorgung des radioaktiven Inventars knapp 240 Millionen Euro (knapp 200 Millionen für den Schnellen Brüter Kalkar). Der Bund beteiligt sich dabei mit etwa 76 Millionen Euro (knapp 40 Millionen für den Schnellen Brüter).

Der überwiegende Teil der jetzt abtransportierten Brennelemente war ursprünglich für den "Schnellen Brüter" Kalkar gefertigt worden, bevor dieses Projekt 1991 wieder aufgegeben worden war. "Erst mit diesem Transport ist das Kapitel ,Schneller Brüter" in Deutschland endgültig beendet", betonte deshalb Bundesumweltminister Jürgen Trittin heute in Berlin. 2001 hatten Bund und Betreiber vereinbart, die Staatliche Verwahrung in Hanau zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch im Jahre 2008, zu beenden. "Hanau ist jetzt plutoniumfrei - damit ist die Plutoniumwirtschaft in Deutschland endgültig beendet", sagte der Präsident des BfS, Wolfram König.

Die abtransportierten Brennelemente wurden von November 2004 bis Mai 2005 in insgesamt neun Transporten zur Weiterverarbeitung nach Frankreich gebracht. Dort sollen sie so weiterverarbeitet werden, dass ihr Plutoniumanteil von derzeit 35 Prozent auf vier bis fünf Prozent reduziert wird und sie in regulären Kernkraftwerken eingesetzt werden können. König: "Bund und Betreiber haben sich auf diesen Entsorgungsweg geeinigt, da er die nachhaltigste und sicherste Lösung für diese Altlast darstellt".

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)




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