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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

10.05.2005

Auszeichnung für Duisburger Feinstaubexperten


Mit dem Preis der amerikanischen Industriehygiene-Vereinigung (American Industrial Hygiene Association AIHA) wurden jetzt die Duisburger Feinstaub-Experten Dr. Thomas Kuhlbusch, Dipl.-Ing. Siegfried Neumann und Prof. Dr.-Ing. Heinz Fißan von der Universität Duisburg-Essen ausgezeichnet.

Der renommierte David L. Swift Memorial Award wird ihnen für Ihre wegweisende Arbeit verliehen, in der sie die Belastung von Arbeitsplätzen von Arbeitern in der Industrierußproduktion mit lungengängigen Fein- und Feinststäuben untersucht haben. Diese winzigen Partikel im millionstel Millimeter-Maßstab stehen in Verdacht, dass sie das Krebsrisiko derer erhöhen, die ihnen regelmäßig über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind.

Die Forscher untersuchten im Auftrag der International Carbon Black Association (ICBA) an verschiedenen Standorten in Europa und den USA, ob und inwieweit Arbeiter in verschiedenen Arbeitsbereichen der Produktion Ultrafein- und Nanopartikeln ausgesetzt sein können. Die durchgeführten Messungen und Arbeiten sind in Ihrem Umfang und der Betrachtung des gesamten Produktionsweges bis zum Produkt her exemplarisch und einmalig. Das Fazit: Bei geschlossenen Produktionssystemen und sachgemäßem Umgang ist das Fein- und Feinststaub-Aussetzungsrisiko gering.

Die Expertise von Dr. Kuhlbusch zum Thema Fein- und Feinststäube ist auch bundesweit gefragt. Das zeigt sich in einem neuen Forschungsprojekt, das er im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) koordiniert. An dem Vorhaben mit einem Volumen von 230.000 Euro sind mehrere Forschungseinrichtungen beteiligt: Das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA), das Institut für Umweltanalytik sowie das Fachgebiet Physik von Transport und Verkehr sowie das Zentrum für mikroskalige Umweltsysteme an der Universität Duisburg-Essen.

Im Mittelpunkt steht der Straßenverkehr, der eine zentrale Rolle bei der Feinstaubproduktion hat, der vor allem die Bevölkerung in Ballungsgebieten ausgesetzt ist. Der Forscherverbund untersucht die Frage, wie hoch die "diffusen Emissionen" sind, vorrangig an Autobahnen. Exakte Untersuchungen dazu gibt es bisher nur sehr wenige und die Datengrundlage ist demgemäß sehr gering. Grundsätzlich sind mehrere Faktoren zu unterscheiden, darunter die direkten und indirekten Abgasemissionen mit Ruß und Stickstoffen, der mit dem Reifen- und Bremsabrieb einhergehende Feinstaub neben der Aufwirbelung und Abrieb von der Straßenoberfläche.

Quelle: idw/Universität Duisburg-Essen




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